Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Besondere Einsätze 2007

April 2011 : Dachstuhlbrand Winsen

Winsen. Am frühen Sonntagmorgen gegen 5.11 Uhr wurde die Feuerwehr Winsen von der Rettungsleitstelle zu einem Feuer in die Lüneburgerstraße alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte vor Ort, schlugen bereits Flammen aus dem oberen Stockwerk. Daraufhin wurden die Feuerwehren Borstel, Roydorf, Stöckte und Hoopte nachalarmiert. Da sich das Feuer zwischenzeitlich auf den ganzen Dachstuhl ausgebreitet hatte, wurde zur Unterstützung die Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld und das Teleskopmastfahrzeug der Feuerwehr Lüneburg hinzugezogen. Die 26 Bewohner darunter Kinder und ein Baby, des Hauses hatten bereits bei dem Eintreffen der Feuerwehr das Gebäude verlassen können. Sie wurden von der SEG des DRK und der Stadt Winsen betreut und untergebracht. Zur Betreuung wurde auch die Feuerwehr Rottorf mit ihrem Mannschaftstransportwagen alarmiert. Der neben den Brandobjekt befindliche REWE Markt öffnete für die betroffenen Bewohner des Hauses kurzzeitig die Türen. Ein Schnellrestaurant aus Winsen stellte kurzfristig für die Bewohner Essen zur Verfügung. Durch den massiven Löschangriff, zu der in Spitzenzeiten mit 3 Wenderohren der Drehleitern und des Lüneburger Teleskopmastfahrzeuges, sowie mit mehreren C-Rohren gelang es den Einsatzkräften den Brand von außen unter Kontrolle zubringen. Ein Innenangriff war aufgrund der Einsturzgefahr der Gebäudedecken nicht mehr möglich, ohne die Feuerwehrleute zu gefährden. Ein Nachbargebäude, das direkt an das vom Brand betroffene Wohnhaus angrenzt, konnte von der Feuerwehr vor Schaden bewahrt werden. Bei dem Brand wurden insgesamt 25 Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Hierzu wurde noch nachträglich die Bereitschaft der Feuerwehrtechnischenzentrale des Landkreises und die Feuerwehr Hörsten eingesetzt, die den Abrollbehälter Atemschutz des Landkreises zur Einsatzstelle brachten und betreuten. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde das Gebäude so weit es möglich war von den Einsatzkräften nach weiteren Brandnestern abgesucht. Nach gut drei Stunden war der Einsatz für die 150 Einsatzkräfte von DRK und Feuerwehr beendet. Nachdem ein Statiker das Gebäude begutachtet hatte, wurde die Einsatzstelle zur Brandursachenermittlung an die Polizei übergeben.

Michael Gade, SPW-V Winsen
Fotos : Pressestelle KFV LK Harburg


 

April 2011 : Doppeltes Großfeuer in Meckelfeld

Meckelfeld Ein ausgedehnter Wohnungsbrand hat am Montag abend in Meckelfeld einen hohen Sachschaden verursacht, ein Raum brannte dabei vollständig aus, weitere umliegende Räume wurden vom Feuer, aber auch von Rauch, Ruß und Löschwasser schwer beschädigt. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, erste Meldungen waren davon ausgegangen, dass sich noch Personen in der Wohnung befinden sollten.
Um 22.16 Uhr waren die Feuerwehren aus Meckelfeld und Glüsingen, der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Seevetal sowie ein Rettungswagen und der Notarzt des DRK durch die Winsener Rettungsleitstelle zu dem Feuer in der Höpenstraße alarmiert worden. Da zunächst davon ausgegangen wurde, dass sich noch Personen in der Wohnung befinden sollten, wurde mit dem Einsatzstichwort „Feuer-Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Meckelfeld brannte ein Zimmer im ersten Obergeschoss eines Wohnhauses in voller Ausdehnung, das Feuer war bereits auf andere Räumlichkeiten des Obergeschosses übergegriffen. Unverzüglich gingen mehrere Trupps der Feuerwehr unter Atemschutz zur vorrangigen Menschenrettung und Brandbekämpfung vor, weiterhin wurden die Feuerwehren aus Fleestedt und Moor zur Unterstützung nachalarmiert. Schnell war klar, dass sich glücklicherweise keine Menschen mehr in der Wohnung befanden, so dass sich die Kräfte voll auf die Brandbekämpfung konzentrieren konnten. Mit Hilfe von zwei C-Strahlrohren gingen die Kräfte unter der Einsatzleitung von Seevetals stellvertretenden Gemeindebrandmeister Rainer Wendt vor und hatten den Brand binnen 15 Minuten vollständig unter Kontrolle. Insgesamt wurden zwölf der rund 60 eingesetzten Feuerwehrleute unter umluftunabhängigen Atemschutz zur Brandbekämpfung eingesetzt. Auch über die Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld wurde die Brandstelle kontrolliert. Trotz des schnellen Einsatzes der Wehren brannten teile des Obergeschosses vollständig aus, es gelang aber, ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Die ersten Einsatzkräfte konnten nach rund eineinhalb Stunden aus dem Einsatz herausgelöst werden, für die letzten Kräfte endete der Einsatz nach zwei Stunden. Die Brandursache ist noch unklar, die weiteren Ermittlungen zur genauen Brandursache hat die Polizei übernommen. An dem Brandobjekt entstand hoher Sachschaden.

Meckelfeld. Nur wenige Stunden nach dem ersten Großeinsatz bei dem ausgedehnten Wohnungsbrand in der Höpenstraße mussten am Dienstag morgen erneut mehrere Feuerwehren der Gemeinde Seevetal zu diesem Brandobjekt ausrücken, weil es im Dachbereich zu einer Wiederentzündung gekommen war. Um 07.13 Uhr war die Feuerwehr Meckelfeld zu Nachlöscharbeiten an der ausgebrannten Wohnung alarmiert worden. Bereits auf der Anfahrt erkannte der Einsatzleiter die starke Rauchentwicklung, unverzüglich wurde die Alarmierung der Feuerwehren aus Glüsingen, Fleestedt und Moor veranlasst, später wurde auch die Feuerwehr Maschen zur Unterstützung hinzugezogen. Bei Eintreffen der ersten Kräfte brannte das Dachgeschoss in voller Ausdehnung, über die Drehleiter der Meckelfelder Feuerwehr wurde sofort ein Löschangriff aus der Luft mit einem Wendestrahlrohr eingeleitet, von außen kamen zwei weitere C-Strahlrohre zum Einsatz. Trotz dieses Einsatzes konnte das Ausbrennen des Dachgeschosses dieses Mal nicht verhindert werden. Für die Brandbekämpfung musste nahezu das gesamte hartgedeckte Dach abgedeckt werden, um alle Brandnester vollständig ablöschen zu können. Immer wieder flackerten Brandnester auf, die abgelöscht werden musste. 14 der eingesetzten Feuerwehrleute, die in der direkten Brandbekämpfung beschäftigt waren, mussten sich mit umluftunabhängigen Atemschutz vor der starken Rauchentwicklung schützen. Erst nach rund 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Vormittagsstunden hin. Die Brandursache zu diesem zweiten Feuer ist ebenfalls noch unbekannt, die Polizei ermittelt mit Hochdruck.

Feuerwehr Gemeinde Seevetal
Matthias Köhlbrandt, GPW
Foto : Olaf Schmerling, GPW-V Seevetal


 

April 2011 : Großfeuer nach Kiesturmsprengung

Ashausen Einen Großeinsatz von vier Feuerwehren hat eine Sprengung eines alten, maroden Kiesturms in der Ashausener Straße in Ashausen am Mittwoch abend ausgelöst. Bereits seit 12 Uhr standen die Feuerwehren aus Ashausen iund Stelle in Bereitschaft, um die geplante Sprenung des alten Kiesturms, im Volksmund auch „Steinhage-Turm“ in Form einer Sicherheitswache zu begleiten. Die erste Sprengung ging schief, der Turm blieb stehen. Die zweite Sprengung war für den Abend vorgesehen, dann mit einer höheren Sprengwirkung.
Nachdem die gesamte Umgebung durch die Feuerwehr und die Polizei mittels Lautsprecherdurchsagen evakuiert und eine großzügige Sicherheitszone eingerichtet worden war, konnte die zweite Sprengung beginnen. Mit einem lauten Knall wurde die Sprengladung gegen 19.40 Uhr gezündet, eine mächtige Rauchwolke und ein Feuerball schossen aus dem 32 Meter hohen Turm, doch auch dieses Mal fiel der Turm nicht um. Stattdessen fing die Holzkonstruktion bei der zweiten Sprengung Feuer. Rasend schnell breitete sich der Brand aus, binnen Minuten stand der gesamte Turm im Vollbrand, weithin sichtbar in der gesamten Umgebung. Unverzüglich wurden weitere Kräften der beiden bereits im Einsatz befindlichen Wehren aus Ashausen und Stelle nachalarmiert, auch die Feuerwehren aus Winsen und Luhdorf wurden mit weiteren Tanklöschfahrzeugen und der Winsener Drehleiter nachalarmiert. Die Kräfte konnten sich dabei an dem wie eine Fackel brennenden Turm orientieren. Der Turm war nicht zu halten, innerhalb kürzester Zeit brach die Holzkonstruktion zusammen und stürzte ein, direkt neben eine Lagerhalle. Nun mussten die Feuerwehrkräfte unter der Einsatzleitung von Stelles Gemeindebrandmeister Stephan Martens schnell handeln. Die angrenzende Lagerhalle war unmittelbar durch die Flammenwand gefährdet, massiver Funkenflug setzte angrenzende Büsche, Bäume und Sträucher, Grasflächen und auch einen kleinen Teil eines Waldstücks in Brand. Mit einem massiven Löschangriff, bei dem in Spitzenzeiten drei B- und sechs C-Strahlrohre sowie ein Wenderohr über die Drehleiter eingesetzt wurden, gelang es den am Ende mehr als 100 eingesetzten Feuerwehrleuten, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und die massiv gefährdete Lagerhalle vor dem Feuer zu schützen. Auch die Wald- und Flächenbrände konnten gelöscht und ein weiteres Ausbreiten in den Wald hinein verhindert werden. Bis in die späten Abendstunden hinein dauerten die Löscharbeiten an. Vor Ort waren auch Kräfte der DRK Bereitschaft, die die Arbeiten mit einem Rettungswagen und mehreren Einsatzkräften unterstützen. Für die letzten Feuerwehren war der Einsatz erst in den späten Abendstunden beendet. Die weiteren Ermittlungen hat nun die Polizei übernommen. Der Turm selbst, der einem Baugebiet weichen musste, fiel am Ende nicht durch die geplante Sprengung, sondern das Feuer hat den Turm im wahrsten Sinne des Wortes wie einen Baum gefällt. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, eine erste Meldung, dass eine Person nach dem Turmeinsturz vermisst wurde, bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

Mai 2011 : Mehrere Großfeuer wegen Trockenheit

Neu Wulmstorf/Landkreis Harburg Die seit Wochen anhaltende Trockenheit macht nicht nur Landwirten schwer zu schaffen, auch die Feuerwehren werden in immer größerem Maße durch die Trockenheit in Form von Unterholz- und Freiflächenbränden gefordert. In ganz Nord-Ost Niedersachsen gilt die höchste Waldbrandwarnstufe sowie die höchste Flächenbrandwarnstufe, dieses macht sich auch immer mehr bei den Einsatzkräften bemerkbar. Am Wochenende mussten die Einsatzkräfte zu mehreren Bränden in der Natur ausrücken, nur mit Mühe wurde in einigen Fällen ein größeres Feuer verhindert. Ein Großfeuer in der Nacht zu Sonntag forderte allerdings den Einsatz von vielen Feuerwehren aus Niedersachsen und Hamburg, bei Neu Wulmstorf verbrannten geschätzte 40.000 Quadratmeter Wald-, Moor- und Wiesenfläche.

Um 00.47 Uhr waren in der Nacht zu Sonntag die Feuerwehren aus Neu Wulmstorf, Elstorf, Rade und Rübke durch die Winsener Rettungsleitstelle zu dem Flächengroßbrand in dem Moorgebiet zwischen Neu Wulmstorf und Hamburg alarmiert worden. Eine Anruferin aus Neu Wulmstorf hatte beim Blick aus dem Fenster die Flammen im Bereich des so genannten „Apfelgartens“ entdeckt und die Feuerwehr verständigt. Unverzüglich rückten die niedersächsischen Einsatzkräfte der gesamten Gemeindefeuerwehr Neu Wulmstorf unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Uwe Schievink mit 15 Einsatzfahrzeugen zu dem gemeldeten Feuer aus, schon auf der Anfahrt konnten die ersten Einsatzkräfte der Neu Wulmstorfer Feuerwehr einen großen, weithin sichtbaren Feuerschein über dem gemeldeten Bereich ausmachen, der nichts gutes erahnen ließ. Ohne große Verzögerung wurden sofort weitere umfangreiche Unterstützungeinheiten nachalarmiert. Von Seiten des Landkreises Harburg wurden in der Folge der Fachzug Wassertransport der Kreisfeuerwehr, bestehend aus Fahrzeugen und Personal der Feuerwehren Ehestorf/A., Dibbersen, Klecken, Bendestorf, Ohlendorf und Tötensen mit fünf weiteren wasserführenden Einsatzfahrzeugen nachalarmiert. Auch aus Hamburg wurde umfangreiche Unterstützung nachgefordert. Die Freiwilligen Feuerwehren Fischbek, Francop, Neuenfelde-Süd, Neuenfelde-Nord und Neugraben sowie am Sonntagmorgen zur Ablösung aus Hausbruch sowie Fahrzeuge der Feuer- und Rettungswache 36 ( Süderelbe ) sowie Wechselladerfahrzeuge mit Wasserbehältern der Berufsfeuerwehr kamen zum Einsatz. Auch mehreren mit Wasser gefüllte Güllefässer kamen hier zum Einsatz. Das Feuer in dem großen, teils unzugänglichen Moor- und Waldgebiet breitete sich rasend schnell aus, infolge der Trockenheit waren die Grasflächen ausgedörrt und wirkten zusätzlich brandbeschleunigend, angetrieben von einem leicht böigen Wind. In drei gebildeten Einsatzabschnitten kesselten die am Ende insgesamt 200 eingesetzten Feuerwehrkräfte das Feuer nach kräftezehrender Arbeit ein. Ein direktes Herankommen an die Brandstelle war nicht möglich, diese wurde durch Unzuweglichkeiten und Gräben von den Zuwegungen abgeschnitten, lange Schlauchleitungen mussten verlegt, Arbeitsgeräte über eine lange Strecke zu den Brandstellen gebracht werden. Das Löschwasser wurden einerseits aus einem Graben gefördert, zudem wurden über zwei Hydranten der abseits gelegenen Landesstraße weiteres Löschwasser an die Einsatzstelle gefördert. Mit mehreren Strahlrohren gingen die Einsatzkräfte gegen das Großfeuer vor, nach rund zweieinhalb Stunden gelang es ihnen, die letzten in der Nacht sichtbaren Brandnester abzulöschen und ein weiteres Ausbreiten des Großfeuers zu verhindern. Gegen 04.00 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte aus diesem Einsatz herausgelöst, die Nachlöscharbeiten an dem verbrannten großen Stück zogen sich bis in die Vormittagsstunden des Sonntages hin. Vor Ort informierten sich auch Kreisbrandmeister Dieter Reymers und Abschnittsleiter Volker Bellmann von der Kreisfeuerwehr sowie der A- und der B- Dienst der Berufsfeuerwehr Hamburg sowie diverse Bereichsführer der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg über die Löscharbeiten. Die Brandursache hier ist noch unbekannt, die Ermittlungen wurden aufgenommen.
Bereits am Samstagvormittag wurden die Feuerwehren aus Garstedt, Salzhausen und Wulfsen um 10.58 Uhr zu einem gemeldeten Freiflächenbrand an die Landesstraße L 212 bei Neu Garstedt alarmiert. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte brannte eine rund 1.000 m⊃2; große Gras- und Buschfläche, das Feuer drohte sich weiter auszubreiten. Unverzüglich wurde zur Unterstützung die Feuerwehr aus Toppenstedt sowie ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Garlstorf nachalarmiert. Mit mehreren Strahlrohren und diversen Kleinlöschgeräten gelang es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Um 13.21 Uhr wurde die Feuerwehr Maschen zusammen mit dem Einsatzleitwagen der Feuerwehr Seevetal zu einem Bahnböschungsbrand an der Horster Landstraße zwischen Horst und Ramelsloh alarmiert. Noch auf der Anfahrt wurden die Maschener Kräfte umdirigiert, ein weiterer Bahnböschungsbrand an derselben Bahnstrecke zwischen dem Gut Freschenhausen und dem Alten Postweg in Horst war gemeldet worden. Für die erste, eigentliche Einsatzstelle wurden die Feuerwehren aus Ramelsloh und Ohlendorf nachalarmiert, zusätzlich kam auch die Werkfeuerwehr der Deutschen Bahn zum Einsatz. Am Einsatzort nahe des Alten Postweges brannten rund 500 m⊃2; Bahnböschung, das Feuer wurde mit zwei C-Strahlrohren gelöscht. An der Einsatzstelle an der Horster Landstraße brannten weitere rund 300 m⊃2; Bahnböschung, auch hier wurden Strahlrohre eingesetzt. Eine weitere Absuche der Bahnstrecke zwischen Stelle und Jesteburg verlief glücklicherweise negativ. Die Brandursache hier ist noch unklar, jedoch kann ein so genannter „Heißläufer“, eine beschädigte und dabei funkensprühende Bremsanlage an einem Güterwaggon oder einer Lokomotive nicht ausgeschlossen werden. Auch bei diesem Einsatz war der Feuerwehr-Flugdienst aus der Luft eine große Hilfe, die Bahnstrecke zwischen Maschen und Buchholz wurde schnell nach weiteren unentdeckten Brandnestern abgesucht.

Ein weiterer Unterholzbrand beschäftigte um 14.02 Uhr die Feuerwehren aus Todtglüsingen und Tostedt. In der Schulstraße in Todtglüsingen war in Richtung Langeloh ein Feuer in einem Waldstück ausgebrochen, bei Eintreffen der alarmierten Feuerwehrkräfte brannten rund 200 Quadratmeter Unterholz. Mit zwei C-Strahlrohren gingen die Kräfte hier vor, das Feuer wurde rasch abgelöscht. Aus der Luft erhielten die Einsatzkräfte hierbei Unterstützung vom Feuerwehr Flugdienst, die in Lüneburg stationierte Maschine konnte nach einem rund zweiwöchigen verhängten Startverbot nun wieder starten und war den Kräften eine große Hilfe bei der Anfahrt zur Einsatzstelle.

Nur wenig später, um 15.35 Uhr brannte es in Tostedt, in der Straße Am Westbahnhof war ein rund 150 Quadratmeter großes Stück Gras- und Buschfläche in Brand geraten. Die auf der Rückfahrt vom vorigen Einsatz befindlichen Feuerwehren aus Tostedt und Todtglüsingen wurden hierbei vom Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Heidenau unterstütz, das Feuer wurde schnell unter Kontrolle gebracht.

Um 18.24 Uhr schließlich wurden die Feuerwehren aus Glüsingen, Fleestedt und Meckelfeld in die Straße „Hitzenberg“ in Glüsingen alarmiert, auch hier war ein Stück Wald in Brand geraten. Dank des schnellen Einsatzes der drei Feuerwehren gelang es, das Feuer auf eine Fläche von rund 100 Quadratmetern Unterholz zu begrenzen, das Feuer wurde mit zwei C-Strahlrohren abgelöscht, auch hier kamen diverse Kleinlöschgeräte zum Einsatz.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW



 

Juni 2011 : Tödlicher VU mit Gefahrguteinsatz

Fleestedt Einen Toten, auslaufende Natronlauge und eine stundenlange Vollsperrung der BAB A 7 im Bereich der Anschlussstelle Fleestedt in beide Fahrtrichtungen hat ein schwerer Verkehrsunfall am Donnerstagmorgen gefordert.
Aus noch ungeklärter Ursache war dabei der Fahrer eines aus Frankreich kommenden PKW Citroen Transporters auf einen vor ihm stehenden, mit Natronlauge beladenen Tanklastzug geprallt. Der Aufprall war dabei so heftig, dass der gesamte Vorderwagen des Citroens unter den Sattelauflieger gedrückt wurde, der Fahrer wurde schwerst in den Trümmern eingeklemmt und erlag noch im Unfallfahrzeug seinen schwersten Verletzungen. Zuvor war es zu einem Stau auf der A 7 gekommnen, weil wenige hundert Meter vor dieser Einsatzstelle ein weiterer Verkehrsunfall passiert war, bei dem ein Audi in die provisorische Leitplanke in der Großbaustelle der A 7 geprallt und hatte diese niedergewalzt. Bedingt durch diesen Unfall kam es zu dem Rückstau, in dem auch der Gefahrgutsattelzug stand, unter den der PKW raste.
Zur Befreiung und Versorgung von Eingeklemmten wurde ein Großaufgebot von Feuerwehr- und Rettungsdienstkräften aus Hamburg und Niedersachsen entsandt. Von niedersächsischer Seite rückten die Feuerwehren aus Fleestedt und Maschen an, von Hamburger Seite wurden im ersten Angriff der Löschzug 31 ( Harburg ), der Notarzt vom AK Harburg und ein Rettungswagen des DRK entsandt. Auch Kreisbrandmeister Dieter Reymers überzeugte sich von den Bergungsarbeiten. Die Bergung des verunfallten PKW gestaltete sich im Weiteren schwierig, weil ein Beschädigen des Gefahrguttransporters vermieden werden sollte. Der Sattelzug wurde vorsichtig mit großen Holzmengen unterpalt, ehe der Sattelzug angehoben werden konnte. Nun erfolgte die Bergung des darunter steckenden PKW. Bei dessen Bergung mittels Seilwinde wurde dann aber klar, dass der Auslaufstutzen des Tanks derart beschädigt war, dass Natronlauge austrat. Unverzüglich wurden Auffangbehälter in Stellung gebracht, um das Auslaufen des stark gesundheitsgefährdenden und ätzenden Stoffes zu verhindern. Da klar war, dass nun ein material- und personalintensiver Einsatz stattfinden wird, wurde der Löschzug 36 ( Süderelbe ) sowie der Zug 32 ( Technik- und Umweltwache Wilhelmsburg ) der Berufsfeuerwehr zur Einsatzstelle nachgefordert. 60 Feuerwehrleute waren nun im Einsatz, um eine Umweltgefahr zu vermieden. Die Leichenbergung war nach dem vollständigen Auseinanderschneiden des total zerstörten Transporters schnell abgeschlossen, der Gefahrguteinsatz entpuppte sich als außerordentlich zeitaufwendig. 12000 Liter Natronlauge drohten aus dem beschädigten dritten tank des insgesamt drei Tanks fassenden Sattelzugs auszulaufen. Mit Spezialpumpen wurde der Tankinhalt zum Einen in Auffangbehälter umgepumpt, zum Anderen wurde ein zweiter, nicht vollständig gefüllter tank als Auffangpuffer genommen. Insgesamt 22 Feuerwehrleute mussten sich mit Chemikalienschutzanzügen vor dem ätzenden Stoff schützen. Neben diesen Maßnahmen mussten weiterhin auslaufende Betriebsstoffe, die sich durch den Regen großflächig ausgebreitet hatten, großflächig abgestreut und der Brandschutz sichergestellt werden. Erst acht Stunden nach Einsatzbeginn waren alle Maßnahmen so weit abgeschlossen, dass die gesamte verunreinigte Fahrbahn einer Spezialfirma zur Reinigung übergeben werden konnte. Der Fahrer des Tankzuges blieb unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. Die BAB A 7 musste für die Dauer der stundenlangen Bergungsarbeiten sowohl in Richtung Hamburg als auch in Richtung Hannover voll gesperrt werden, es kam im gesamten Hamburger Süden samt des Umlandes zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Feuerwehr Gemeinde Seevetal
Matthias Köhlbrandt, GPW


 

Juli 2011 : Schwerer VU auf der B 3

Wenzendorf Vier teils lebensgefährlich Verletzte hat ein schwerer Verkehrsunfall am Sonntagabend auf der Bundesstraße B 3 bei Wenzendorf gefordert. Dabei war gegen 18.40 Uhr ein mit vier jungen Männern besetzter PKW Seat Toledo zwischen dem Abzweiger Wennerstorf und dem LIDL Zentrallager aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Zur Rettung und Befreiung der Schwerverletzten wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften an die Unfallstelle entsandt.
Um 18.44 Uhr wurden neben vier Rettungswagen des DRK und dem Notarzt die Feuerwehren aus Hollenstedt, Rade, Trelde und Wenzendorf durch die Winsener Rettungsleitstelle alarmiert. Rasch trafen die Kräfte an der Unfallstelle ein, bei ihrem Eintreffen waren der Fahrer und der Beifahrer in dem Fahrzeug schwer eingeklemmt, ein weiterer Fahrzeuginsasse auf der Rückbank war ebenfalls noch im Fahrzeug. Schnell war klar, dass hier rasche transportmittel für die Verbringung in Krankenhäuser notwendig war, daher wurden die beiden ADAC Rettungshubschrauber Christoph Hansa ( HH-Boberg ) und Christoph 19 ( Uelzen ) durch die Rettungsdienstkräfte nachalarmiert. Ein vierter Fahrzeuginsasse war leicht am Kopf verletzt, er hatte sich selbständig aus dem Fahrzeug befreien können und wurde ambulant am Unfallort betreut. Schlimm hatte es den zweiten hinten sitzenden Fahrzeuginsassen getroffen, er hatte lebensgefährliche Bauchverletzungen erlitten, noch am Unfallort musste er intensivmedizinisch behandelt und versorgt werden. Er kam sofort zur Notbehandlung mit einem der beiden Rettungshubschrauber in ein Hamburger Krankenhaus. Parallel liefen derweil die Befreiungsmaßnahmen der beiden schwer im Fahrzeug eingeklemmten Männer. Unter gleichzeitiger Vornahme von drei hydraulischen Rettungssätzen wurde das Fahrzeug so weit auseinander geschnitten und gedrückt, dass langsam und schonend Rettungsöffnungen zuerst für den Beifahrer, dann auch für den Fahrer geschaffen wurden. Der Beifahrer wurde nach gut 45 Minuten über ein Spine-Board ( Rettungsbrett ) aus dem Fahrzeug befreit, er wurde nach einer umfangreichen Behandlung mit den erlittenen schweren Verletzungen unter Notarztbegleitung mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus nach Buchholz verbracht. Der Fahrer war nach einer Stunde befreit, er kam mit dem zweiten Rettungshubschrauber ebenfalls mit schweren Verletzungen in die Universitätsklinik nach Hamburg-Eppendorf. Für die Feuerwehren war der Einsatz nach gut zwei Stunden beendet. Die B 3 musste für die gesamte Dauer der Rettungs- und Aufräumarbeiten voll gesperrt werden, der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Die Unfallursache ist noch unbekannt, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

August 2011 : Tödlicher LKW VU

Heidenau Ein Toter, ein Leichtverletzter und vier zum Teil völlig zerstörte LKW sind die Bilanz eines schweren LKW Auffahrunfalls am Dienstagvormittag auf der BAB A 1, Richtungsfahrbahn Hamburg, im Auffahrbereich der Anschlussstelle Heidenau. Aus noch ungeklärter Ursache war dabei gegen 09.40 Uhr ein unbeladener Sattelzug auf einen langsam vor ihm fahrenden bzw. stehenden Sattelzug aufgefahren. Die Fahrerkabine bohrte sich dabei in den Sattelauflieger des zweiten Sattelzuges. Dieser schob sich auf einen mit Holz beladenen LKW, der wiederum auf einen Silozug gedrückt wurde. Dieser wurde glücklicherweise nur am Heck relativ leicht beschädigt. Der auffahrende Sattelzugfahrer wurde bei dem Unfall massiv in seinem zusammengedrückten Fahrerhau eingeklemmt und tödlich verletzt. Auch der Fahrer des mit Holzteilen beladenen LKW erlitt Verletzungen und musste rettungsdienstlich versorgt werden.
Um 09.41 Uhr alarmierte die Winsener Rettungsleitstelle die Feuerwehren aus Heidenau und Hollenstedt, den Einsatzleitwagen der Gemeindefeuerwehr Tostedt und zwei Rettungswagen von DRK und JUH. Zudem kam der in Hamburg stationierte Rettungshubschrauber des ADAC, Christoph Hansa zum Einsatz. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war der eingeklemmte Sattelzugfahrer bereits verstorben, der mit dem Rettungshubschrauber eingeflogene Notarzt konnte nur noch den Tod bescheinigen. Der zweite, leicht verletzte LKW Fahrer wurde nach einer ersten Versorgung vor Ort in ein umliegendes Krankenhaus verbracht. Der auffahrende Sattelzug war mit dem aufgefahrenen Sattelzug derart verkeilt, dass die Bergung der Leiche erst geschehen konnte, nachdem mit Bergungsfahrzeugen die beiden Sattelzüge von einander getrennt wurden. Mit Hilfe von hydraulischen Rettungsgeräten wurde der tote LKW Fahrer aus der auf rund einen Meter zusammengedrückten Fahrerkabine befreit. Weiter musste durch die Kräfte der Feuerwehr große Mengen an ausgelaufenen Betriebsstoffen abgestreut werden. Mit Spezialgeräten wurde zudem die Bergung der verunglückten LKW unterstützt. Für die Feuerwehren endete der Einsatz nach rund zwei Stunden, die Ermittlungen zur genauen Unfallursache hat die Autobahnpolizei Sittensen übernommen. Die Autobahn A 1 musste in Richtung Hamburg für die Dauer der Rettungs- und Aufräumarbeiten voll gesperrt werden, der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

August 2011 : Viele Unwettereinsätze

Landkreis Harburg. Erneut ist ein schweres Gewitter auch über den Landkreis Harburg hinweg gezogen und hat in der weiteren Folge für 70 Hilfeleistungseinsätze bei den Feuerwehren im Landkreis Harburg gesorgt. Besonders betroffen waren in diesem Fall die Gemeindegebiet der Samtgemeinden Hollenstedt und Tostedt, aber auch die Gemeinden Neu Wulmstorf und Seevetal sowie das Stadtgebiet Winsen wurden von den Folgen des Gewitters mit schweren Sturmböen und Starkregenfällen betroffen. Die Einsatzlagen in den Samtgemeinden Hollenstedt und Tostedt waren dabei so ausgeprägt, dass für beide Samtgemeinden die Örtlichen Einsatzleitungen in den Feuerwehrhäusern in Hollenstedt und Tostedt besetzt und von dort die einzelnen Einsätze ( SG Tostedt 33 Hilfeleistungseinsätze, SG Hollenstedt 25 Hilfeleistungseinsätze ) gemeindeweise koordiniert wurden. Ein schwerer Zwischenfall ereignete sich bei einem Einsatz in Tostedt, wo auf der Heidenauer Straße ein fahrender PKW von einem umstürzenden Baum getroffen und der Fahrer dabei verletzt wurde.
In einer ersten Welle hatte es gegen 18.20 Uhr Starkregenfälle und Sturmböen im Bereich Hollenstedt/Tostedt gegeben. Der erste Einsatz dieser Welle war ein gemeldeter Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person um 18.22 Uhr auf der Heidenauer Straße in Tostedt. Hier war ein fahrender PKW von einem umstürzenden Baum getroffen worden, erste Meldungen mutmaßten, dass der Fahrer des PKW eingeklemmt worden sein sollte. Neben Rettungs- und Notarztwagen des DRK rückte die Feuerwehr Tostedt sowie der Rüstwagen der Feuerwehr Hollenstedt aus. Bei Eintreffen der ersten Kräfte war die verletzte Person aber bereits befreit und wurde vom Rettungsdienst betreut, die Feuerwehr konnte sich auf das Zersägen und Beseitigen des Baumes konzentrieren. Die Heidenauer Straße blieb für die Dauer der Aufräumarbeiten gesperrt. Noch aus diese Einsatz heraus mussten weitere Kräfte für weitere Hilfeleistungseinsätze abgezogen werden.
In der weiteren Folge musste die Feuerwehr Tostedt zu einem Einsatz wegen eins umgestürzten Baums in die Straße „Buchholzberg“ in Tostedt ausrücken. Dort war ein Baum auf einen Wintergarten eines Wohnhauses gestürzt und musste von der Feuerwehr entfernt werden. Die Feuerwehr Hollenstedt rückte zeitgleich zu mehreren Überflutungen im Ortsgebiet aus, der Starkregen hatte diverse Straße unter Wasser gesetzt.
Die zweite, weitaus heftigere Gewitterwelle erfasste den Westteil des Kreises gegen 20.00 Uhr, schwere Sturmböen ließen Bäume entwurzeln und Starkregenfälle setzten Keller und Straßen unter Wasser. Zuerst traf es die Samtgemeinden Hollenstedt und Tostedt, in Todtglüsingen kippte in der Harburger Straße ein Baum um und musste von der Feuerwehr beseitigt werden. Mehrere Keller liefen im Tostedter Ortsgebiet voll, unter anderem war ein Drogeriemarkt in der Bahnhofstraße von den Wasserfluten betroffen. Heftig traf es auch das Ortsgebiet von Heidenau, wo durch den Starkregen mehrere Keller vollliefen und von mehreren Feuerwehren ausgepumpt werden mussten. Sehr arbeitsintensiv erwies sich hierbei ein Einsatz in der Hollenstedter Straße, wo mehrere Tauch- und Lenzpumpen zum Kellerauspumpen eingesetzt werden mussten. Die Feuerwehr Bötersheim hatte es um 20.03 Uhr nur wenige Meter weit, direkt vor ihrem Feuerwehrhaus war ein Baum umgestürzt und blockierte die dortige Dorfstraße. Nach Mitternacht verlagerte sich der Einsatzschwerpunkt nach Dohren, hier drohten weitere Keller vollzulaufen bedingt durch eine drohende Überschwemmung des Mühlenbaches. Mehrere Feuerwehren, u.a. aus Dohren, Kakenstorf und Otter kamen hier zum Einsatz, um mit Lenzpumpen Wasser abzupumpen udn um Sandsäcke zu befüllen.
In Moisburg musste die Feuerwehr in Richtung Immenbeck ausrücken und einen umgestürzten Baum beseitigen, die Elstorfer Feuerwehr rückte in Richtung Ketzendorf aus und beseitigte einen umgestürzten Baum. In Hollenstedt liefen gleich mehrere Keller voll und mussten, auch mit Hilfe weiterer Feuerwehren ausgepumpt werden, in Halvesbostel und Regesbostel standen Straßen unter Wasser, und auch in Appel musste ein Keller ausgepumpt werden. Auch in Bötersheim, Dohren und Wistedt waren mehrere Keller vollgelaufen und Straßen überflutet. Die Front zog nun weiter über Neu Wulmstorf, wo die örtliche Feuerwehr unter anderem in der Bahnhofstraße, in der Hindenburgstraße und in der Konrad-Adenauer Straße Keller auspumpen musste. In der Bahnhofstraße war ein Fahrstuhlschacht in einer Arztpraxis mit Regenwasser vollgelaufen und wurde leergepumpt.
Die Feuerwehr Hittfeld rückte in die Karoxbosteler Chaussee aus, hier hatten die schweren Sturmböen einen gut 15 Meter langen, rund 40 Zentimeter dicken Ast aus einer Eiche herausgebrochen und quer über die Straße fallen lassen. Glück hierbei war, dass gerade kein Auto darunter entlang fuhr. Die Hittfelder Feuerwehr beseitigte dieses Hindernis.
Auch in Scharmbeck musste die örtliche Feuerwehr einen umgestürzten Baum aus der Scharmbecker Dorfstraße entfernen. Die Feuerwehren aus Pattensen und Borstel beseitigten in ihren Ortsgebieten Überflutungen, und die Feuerwehr Winsen musste im Schanzenring einmal technische Hilfe leisten. Die Feuerwehr Hunden beseitigte weiterhin einen umgestürzten Baum in der Mover Straße. In der Nacht zu Sonnabend schließlich rückte noch die Feuerwehr Stelle in den Achterdeicher Weg aus, hier war eine Bahnunterführung überflutet worden.
Neben den Hilfeleistungen musste auch ein Brandeinsatz in Heidenau abgearbeitet werden, Anwohner hatten in der Planstraße gegen 21.00 Uhr Brandgeruch festgestellt, eine Überprüfung durch die eingesetzten Feuerwehren aus Heidenau und Tostedt ergab aber glücklicherweise keinen Brand.
Bis in die frühen Morgenstunden des Sonnabends hinein dauerten in manchen Ortschaften die Aufräumarbeiten an, die entstandenen Schäden müssen nun von den jeweiligen Versicherungen beziffert werden. Bis auf den Zwischenfall mit dem Verkehrsunfall durch einen umstürzenden Baum in Tostedt ist kein weiterer Einsatz mit Personenschaden bekannt geworden.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW
Fotos : Birger Meyer


 

August 2011 : Ausgedehnter Wohnungsbrand

Meckelfeld Einen Großeinsatz von drei Feuerwehren der Gemeinde Seevetal sowie einem großen Kontingent des Rettungsdienstes aus Niedersachsen und Hamburg hat ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Straße „Am Bach“ in Meckelfeld in der Nacht zu Dienstag ausgelöst. Um 23.36 Uhr waren die Feuerwehren aus Meckelfeld und Glüsingen sowie der Einsatzleitwagen Seevetal, ein Rettungswagen der Berufsfeuerwehr Hamburg, ein Rettungswagen sowie der Notarzt des DRK durch die Winsener Rettungsleitstelle mit dem Stichwort „Feuer-Menschenleben in Gefahr“ zu dem Wohnkomplex alarmiert worden. Noch auf der Anfahrt der bereits alarmierten Kräfte erfolgte aufgrund weiterer Notrufe die Nachalarmierung der Feuerwehr Fleestedt sowie eines weiteren Rettungswagens der DRK Bereitschaft. Die Kräfte der Feuerwehr Meckelfeld waren schon wenige Minuten nach der Alarmierung an der Brandstelle, bei ihrem Eintreffen brannte eine Wohnung im ersten Obergeschoss des Mehrfamillienhauses in voller Ausdehnung, mehrere Personen standen an Fenstern, ihnen war der Fluchtweg durch die erhebliche Rauchentwicklung abgeschnitten. Zwei Personen wurden sofort über die Drehleiter der Wehr aus dem Gebäude gerettet, eine weitere Person wurde durch weitere Einsatzkräfte über eine Steckleiter aus einer direkt neben der Brandwohnung befindlichen Wohnung gerettet. Eine der geretteten Personen, ein Mann, erlitt durch das Feuer eine Rauchgasvergiftung, er kam nach einer notärztlichen Versorgung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Harburg. Neben der Menschenrettung musste durch die Feuerwehren eine umfangreiche Brandbekämpfung vorgenommen werden. Bedingt durch die Brandintensität kam es bereits zu einem Flammenüberschlag auf die Wohnung oberhalb der Brandwohnung, die Fenster zerplatzten bei Eintreffen der Einsatzkräfte. Mit drei C-Strahlrohren gingen die Kräfte von zwei Seiten gegen die Flammen vor, im Innenangriff sowie über den Balkon der Wohnung wurde der Brand bekämpft. Nach kurzer Zeit war das Feuer soweit unter Kontrolle, dass eine Ausbreitung auf andere Gebäudeteile ausgeschlossen werden konnte. Insgesamt 16 der rund 60 eingesetzten Feuerwehrleute mussten im Rahmen der Löscharbeiten aufgrund der starken Rauchentwicklung unter umluftunabhängigen Atemschutz vorgehen bzw. die notwendigen Sicherungstrupps stellen. Bedingt durch das Feuer und die damit verbundene starke Rauchentwicklung musste das gesamte Mehrfamilienhaus sowie weitere angrenzende Gebäude evakuiert werden. Die nachalarmierte Schnelleinsatzgruppe ( SEG ) der Johanniter Unfall-Hilfe übernahm die Betreuung der evakuierten Personen in der Unterkunft in Meckelfeld, ein Großteil von ihnen konnte einige Stunden nach Beendigung der Löscharbeiten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Unter der Leitung des stellvertretenden Seevetaler Gemeindebrandmeisters Rainer Wendt hatten die Feuerwehrkräfte nach rund zweieinhalb Stunden die Löscharbeiten vollständig beendet, die Feuerwehrkräfte konnten in die Unterkünfte zurückkehren. Das vom Brand betroffene Mehrfamilienhaus wurde von der Polizei für weitere Ermittlungen beschlagnahmt. Die betroffene Wohnung brannte vollständig aus, die darüber liegende Wohnung wurde schwer durch Rauch und Russ sowie die Hitze des Feuers beschädigt, auch weitere Wohnungen wurden durch Rauch und Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Für die Bewohner der unbewohnbaren Wohnungen hat nun die Gemeinde Seevetal die weiteren Maßnahmen zur Unterbringung übernommen. Die Brandursache ist noch unbekannt, die Polizei ermittelt.

Feuerwehr Gemeinde Seevetal
Matthias Köhlbrandt, GPW


 

September 2011 : Kuhstallbrand Over

Over Ein Großfeuer hat am Freitagvormittag einen gut 30 x 20 Meter großen Teilbereich eines Kuhstalls im Hagoltweg in Over vernichtet. Aus bislang ungeklärter Ursache war es kurz nach 09.30 Uhr zu dem Brand in dem Stall gekommen. Nachbarn bemerkten das Feuer und die damit verbundene starke Rauchentwicklung und alarmierten unverzüglich die Feuerwehr. Um 09.36 Uhr wurden durch die Winsener Rettungsleitstelle die Feuerwehren aus Over, Bullenhausen, Meckelfeld und Moor sowie der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Seevetal alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten die Brandstelle bereits auf Sicht anfahren, eine weithin sichtbare Rauchwolke hing über dem vom Brand betroffenen Stallgebiet. Die ersten eintreffenden Kräfte sahen sich einem gut 30 x 20 Meter großen in voller Ausdehnung brennenden Stallbereich gegenüber, in diesem Bereich waren große Mengen an Strohvorräten gelagert, die lichterloh brannten. Die ersten Maßnahmen der Kräfte konzentrierten sich aber auf die Rettung von gefährdetem Viehbestand, gut 135 Rinder wurden durch Feuerwehrleute und die Stallbesitzer ins Freie getrieben und auf einer Weide untergestellt. Weitere Feuerwehrkräfte begannen mit einem massiven Löschangriff. Mit mehreren C- und B-Strahlrohren sowie über ein Wenderohr der Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld wurde die Brandbekämpfung vorgenommen. Aufgrund der immensen Rauchentwicklung mussten mehrere Einsatzkräfte unter umluftunabhängigen Atemschutz vorgehen. Um weiteres Personal für die Brandbekämpfung und als Atemschutzreserve vor Ort zu haben, wurden zur Unterstützung die Feuerwehren aus Hörsten und Fliegenberg nachalarmiert, In Spitzenzeiten waren gut 70 Einsatzkräfte unter der Leitung von Seevetals stellvertretenden Gemeindebrandmeister Rainer Wendt im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Nach rund einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle, eine Gefahr des Übergreifens auf andere Gebäudeteile des weitläufigen Stallkomplexes war nicht mehr gegeben. Auch Kreisbrandmeister Dieter Reymers informierte sich vor Ort über die Löscharbeiten. Während das Feuer relativ zügig unter Kontrolle war, gestalteten sich die Nachlöscharbeiten recht zeitintensiv. Die großen Mengen an schwelendem Stroh mussten mit Traktoren und Gabelstaplern ins Freie gebracht und auf einer Wiese abgelöscht werden. Hier zu wurde auch ein tragbarerer Monitor eingesetzt. Erst nach vier Stunden konnten die ersten Feuerwehren die Brandstelle verlassen, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Nachmittagsstunden hin. Die Brandursache ist noch unbekannt, die Polizei hat die Ermittlungen diesbezüglich aufgenommen.

Feuerwehr Gemeinde Seevetal
Matthias Köhlbrandt,. GPW


 

Oktober 2011 : Scheunenbrand Roydorf

Roydorf. Am Samstagnachmittag gegen 14.30 Uhr wurden die Feuerwehren Roydorf und Luhdorf von der Rettungsleitstelle zu einem Feuer in der Straße Ole Karkweg in Roydorf alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte an der Einsatzstelle stand die Halle von einer Größe von 20-mal 60 m Metern bereits voll in Flammen. Gelagert waren in der Halle 1000 Strohballen und 300 Tonnen Getreide. Daraufhin wurden die Feuerwehren Winsen, Scharmbeck und Pattensen nachalarmiert. Unter der Leitung vom Ortsbrandmeister Roydorf Günter Tödter, wurde von den Kräften ein umfangreicher Löschangriff vorgenommen. Um eine Versorgung mit Löschwasser sicher zustellen wurde diesbezüglich die Feuerwehr Schwinde-Stove nachalarmiert. Ebenfalls wurde zur weiteren Unterstützung noch die Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld nach Roydorf beordert. Besonderes Augenmerkt galt der auf dem Dach installierten Photovoltaik Anlage, da diese auch bei Abschaltung noch weiterhin unter elektrischer Spannung steht. Das Ablöschen der gut 1000 in der Halle gelagerten Heu- und Strohballen gestaltete sich als schwierig, da diese dicht an dicht bis unter das Hallendach gestapelt waren. Erst nachdem die äußeren Blechwände, mittels schwerer Baumaschinen, entfernt waren konnten die Ballen aus der Halle gezogen werden. Dazu wurden drei Schaufelbagger eingesetzt. Sie wurden auf den umliegenden Wiesen, zum weiteren ablöschen, verteilt. Für die umfangreichen Nachlöscharbeiten wurden alle Feuerwehren aus dem Stadtgebiet in Schichten von drei bis vier Stunden im Wechsel eingeteilt. In Spitzenzeiten wurden 8B, 4C-Schläuche sowie drei Wenderohre und 20 Trupp unter Atemschutzgeräten eingesetzt. Über die ganze Zeit wurden über 200 Kräfte von der Feuerwehr und dem DRK eingesetzt. Die umfangreichen Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den späten Sonntagnachmittag hin.

Michael Gade
SPW-V Winsen


 

November 2011 : Brennt Feuerwehrhaus Over

Over Ein Feuer im Feuerwehr-Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Over hat in der Nacht zu Samstag erheblichen Sachschaden angerichtet. Mehreren alarmierten Feuerwehren aus der Gemeinde Seevetal gelang es gerade noch rechtzeitig, ein Großfeuer zu verhindern. Trotzdem entstand am Gebäude, den beiden darin abgestellten Einsatzfahrzeugen und Materialien und Gerätschaften im Feuerwehrhaus hoher Sachschaden.
Um 02.16 Uhr waren die Feuerwehren aus Bullenhausen, Meckelfeld und Over sowie der Einsatzleitwagen der Gemeindefeuerwehr Seevetal zu dem Brand im Feuerwehrhaus am Overdamm durch die Winsener Rettungsleitstelle alarmiert worden. Die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute der Feuerwehr Over konnten schon nicht mehr in die Fahrzeughalle, in der das Löschgruppenfahrzeug untergestellt war, eintreten, dichter Rauch und Hitze ließen den Zutritt nicht mehr zu. Gerade noch in letzter Minute gelang es den Overaner Feuerwehrleuten, den noch neuen Mannschaftstransportwagen aus der zweiten Fahrzeughalle heraus zu fahren. Auch an die Schutzkleidung kam man nicht mehr heran, diese war in der Fahrzeughalle gelagert, in der es brannte. Dichte Rauchschwaden umhüllten das Feuerwehrhaus, aus den Fenstern der betroffenen Fahrzeughalle quoll schwarzer Rauch. Wenig später eintreffende nachrückende Kräfte aus Bullenhausen und Meckelfeld gingen sofort unter umluftunabhängigen Atemschutz vor und suchten nach dem Brandherd. Schnell wurde man fündig, die Heizungsanlage direkt hinter dem Löschgruppenfahrzeug brannte in voller Ausdehnung, auch umliegende Zelte, Chemikalienschutzanzüge und ein Anhänger mit einer Tragkraftspritze samt Schlauchtragekörben und Schlauchmaterial brannten schon. Mit zwei C-Strahlrohren gingen die Feuerwehrleute vor und nahmen die Brandbekämpfung auf. Parallel fuhren weitere Feuerwehrleute unter Atemschutz das schwer beschädigte Löschfahrzeug aus der brennenden Fahrzeughalle, im Freien wurden die erheblichen Schäden sichtbar. Blaulichter, Kunststoffteile waren durch die starke Hitzeeinwirkung geschmolzen, das gesamte Fahrzeug wurde durch Rauch- und Rußbeaufschlagung schwer beschädigt. Auch der aus der zweiten Halle geborgene MTW wurde durch Ruß verschmutzt. Das Feuer selbst konnte innerhalb kurzer Zeit gelöscht werden, mit einem Überdruckbelüfter wurde das Gebäude schließlich rauchfrei gemacht, mit Hilfe einer Wärmebildkamera durchsuchten die Einsatzkräfte unter der Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Rainer Wendt das Gebäude nach unentdeckten Brandnestern. Erst nachdem das Gebäude rauchfrei gemacht wurde, wurden die erheblichen Gebäude und Sachschäden in der betroffenen Fahrzeughalle sichtbar. Die Einsatzbekleidung wurde mit Rauch und Ruß vollständig kontaminiert, die Helmvisiere waren durch die Hitze geschmolzen, die Helme wurden unbrauchbar, alles an Materialien in der Halle wurde durch Rauch und Ruß beschädigt bzw. zerstört. Die Brandstelle wurde noch während der Löscharbeiten durch die Polizei beschlagnahmt, die nun die Ermittlungen nach der Brandursache und der genauen Schadenshöhe übernommen hat. Für die letzten eingesetzten Feuerwehren endete der Einsatz nach zwei Stunden.

Feuerwehr Gemeinde Seevetal
Matthias Köhlbrandt, GPW