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Besondere Einsätze 2008

Januar 2008 : Schwerer LKW Unfall auf der A 1

Dibbersen. Zu einem sehr schwer eingeklemmten LKW- Fahrer wurden am Dienstagmorgen, den 15.01.2008, die Freiwilligen Feuerwehren aus Dibbersen und Buchholz alarmiert. Bei Km 22 auf der A1, in Fahrtrichtung Hamburg, war ein Scania Sattelzug, mit Gefahrgut beladen, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in die dortige Leitplanke gefahren. Der gesamte Sattelzug überschlug sich anschließend und blieb auf dem Kopf liegen. Da die gesamte Ladung aus Kanistern und Tonnen des Gefahrstoffs Sodiumhydrochlorid bestand, wurden zusätzlich die Feuerwehren Nenndorf und Trelde, der Rüstwagen der FF Maschen, die Führungsgruppe des Fachzuges Gefahrgut des Landkreises Harburg sowie die FÜhrungsgruppe "Spüren und Messen" aus Jesteburg alarmiert. Während Feuerwehrleute aus Trelde und Nenndorf die Ladung sichteten und diese auch bargen, versuchten die Kräfte aus Dibbersen und Buchholz den 48jährigen Fahrer aus seiner Kabine zu befreien. Dieser war so dermaßen schwer eingeklemmt, daß zusätzlich ein Kran von der Berufsfeuerwehr Hamburg alarmiert wurde. Erst nachdem der Kran das Fahrerhaus leicht angehoben und somit gesichert hatte, gelang es mit den hydraulischen Rettungsgeräten den Mann nach 2,5 Stunden aus seinem Gefängnis zu befreien. Während der ganzen Rettungsaktion wurde der Fahrer von einer Notärztin und Rettungssanitätern intensivmedizinisch betreut. Der Mann wurde nach seiner Befreiung mit dem Rettungshubschrauber Christoph 29 in eine Klinik nach Hamburg geflogen. Da schnell die gesamte Gefahrstoffladung begutachtet werden und ausgelaufene Behälter gesichert werden konnten, konnten Teile des Gefahrgutzuges die Einsatzstelle schnell wieder verlassen. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten wurde die Fahrbahn in Richtung Hamburg für mehrere Stunden voll gesperrt. Wie es zu dem Unfall kam, versuchen nun Beamte der Autobahnpolizei Thieshope zu klären. Wie hoch der entstandene Schaden ist, steht noch nicht fest.

Pressestelle KFV LK Harburg
Arne Behrens, in Vertretung für den KPW



 

Februar 2008 : Großbrand in Autohaus in Buchholz

Buchholz Ein Großfeuer hat am Donnerstag abend n der Soltauer Straße in Buchholz einen Sachschaden angerichtet, der eine siebenstellige Eurohöhe erreichen könnte. Bei dem Brand wurde der Verkaufsraum mit einer Fläche von gut 25 x 25 Metern samt Büroräumen und ein Ersatzteillager eines Autohauses ein Raub der Flammen. Gut 80 Feuerwehrleute aus drei Feuerwehren waren über Stunden im Einsatz, um alle Brandnester zu löschen. Bemerkt wurde der Brand gegen 19.40 Uhr. Anwohner hatten in dem Verkaufsraum Feuerschein bemerkt und unverzüglich über Notruf die Feuerwehr verständigt. Um 19.42 Uhr wurde die Feuerwehr Buchholz durch die Winsener Rettungsleitstelle alarmiert. Noch auf der Anfahrt der Kräfte zum Feuerwehrhaus wurde die Alarmstufe aufgrund weiterer eingehender Notrufe erhöht und die Feuerwehr Holm nachalarmiert. Die anrückenden Kräfte aus Buchholz und Holm konnten sich bei ihrer Anfahrt an einem weithin sichtbaren Feuerschein orientieren, bei Eintreffen der ersten Einsatzräfte brannte das Gebäude mit der Verkaufshalle samt darin eingestellter Neufahrzeuge mit der überwiegenden Marke Opel in voller Ausdehnung. Um ein ausreichendes Potential an Atemschutzgeräteträgern vor Ort zu haben, ließ der Einsatzleiter Stadtbrandmeister Joachim Behnke die Feuerwehr Dibbersen ebenfalls nachalarmieren. Mit einem massiven Löschangriff gingen die Einsatzkräfte von mehreren Seiten zur Brandbekämpfung vor. Binnen 30 Minuten war das Feuer bereits vollständig unter Kontrolle, durch den schnellen und einsatztaktisch perfekt vorgetragenen Einsatz konnte das direkt an das Brandoobjekt angrenzende und durch eine Brandschutzmauer getrennte Gebäude mit dem Werkstatteil vor den Flammen geschützt werden In Spitzenzeiten setzten die Kräfte dabei zur Brandbekämpfung fünf C-Strahlrohre, ein Wenderohr über die Drehleiter aus Buchholz, ein B-Strahlrohr und zwei Schaumrohre ein. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch eine enorme Rauchentwicklung, 30 der eingesetzten Feuerwehrleute gingen daher unter umluftunabhängigen Atemschutz zur Brandbekämpfung vor. Die Nachlöscharbeiten an dem ausgebrannten Gebäudeteil zogen sich bis in die späten Abendstunden hin, immer wieder flackerten kleine Brandnester auf, die mit Hilfe eines Strahlrohres abgelöscht wurden. Mit Hilfe eines Überdruckbelüfters wurde der nicht von dem Brand betroffene Gebäudeteil rauchfrei gemacht. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehren war ein vollständiges Ausbrennen des Verkaufstraktes samt der darin eingestellten Fahrzeuge nicht zu verhindern. Noch vor Ort wurde die Brandstelle von den Ermittlern der Polizei für die weiteren Ermittlungen beschlagnahmt. Die genaue Brandursache ist noch ungeklärt, hierzu hat die Polizei die weiteren Ermittlungen übernommen. Auch die entstandene Brandschadenssumme muss noch genau beziffert werden.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

März 2008 : Orkan über dem Landkreis

Landkreis Harburg/Ehestorf Schwerstarbeit mussten die 108 Freiwilligen Feuerwehren und die hauptamtliche Werkfeuerwehr des Rangierbahnhofes Maschen am Sonnabend leisten. Orkantief „Emma“ war mit orkanartigen Böen auch über den Landkreis Harburg hinweg gezogen und hatte teils schwere Schäden durch umstürzende Bäume verursacht. Mindestens zwei Menschen wurden im Landkreis Harburg teils schwer verletzt, als ihr Wagen auf der BAB A 261 von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Mehr als 120mal mussten die Kräfte der Feuerwehren im Gesamten ausrücken, um Sturmschäden aller Art zu beseitigen.
Der schwerste Vorfall ereignete sich am Sonnabendnachmittag um 13.50 Uhr auf der BAB A 261, Richtungsfahrbahn Bremen zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Lürade und Tötensen. Dort wurde ein mit zwei Personen besetzter PKW Toyota bei voller Fahrt von einem gut 20 Meter hohen umstürzenden Baum getroffen. Der Baum kippte mittig auf die Fahrgastzelle und verletzte den Beifahrer leicht, wahrend die Beifahrerin schwere Verletzungen davon trug. Ein Großaufgebot an Rettungskräften machte sich zur Befreiung der zuerst eingeklemmten Frau sowie zur Betreuung der Verletzten auf den Werg. Die Feuerwehr Ehestorf-Alvesen sowie der Rüstwagen der Feuerwehr Maschen waren dabei ebenso im Einsatz wie das Notarzteinsatzfahrzeug NEF 36 der Feuerwehr Hamburg, ein Rettungswagen des DRK aus Hamburg, ein weiterer RTW der Feuerwehr Hamburg sowie die Feuerwehr Hamburg-Marmstorf. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war der PKW, der nach dem Aufprall des Baumes noch gut 100 Meter weiter gerollt war, völlig zerstört auf dem Standstreifen zum Stehen gekommen beide Fahrzeuginsassen waren schon befreit. Die Verletzten wurden bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes von der Feuerwehr versorgt. Weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr zersägten den quer über die rechte Fahrbahn und den Standstreifen ragenden Baum. Für die Aufräumarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Bremen voll gesperrt werden, es kam zu längeren Staus. Für die Feuerwehren war der Einsatz nach gut einer Stunde beendet, die beiden Verletzten wurden mittels RTW/NEF in umliegende Krankenhäuser verbracht. An dem vom Baum getroffenen PKW entstand Totalschaden.
Nachdem die für die Nacht auf Sonnabend vorhergesagten stärksten Böen nicht eingetroffen waren und lediglich die Feuerwehr Leversen/Sieversen um 03.38 Uhr einen umgestürzten Baum von der Rosengartenstraße räumen musste, legte der Sturm mit Orkanstärke am Sonnabendmittag richtig los. Neben gut 100 Einsätzen wegen umgestürzten Bäumen, die von Straßen und Wegen geräumt werden mussten, ragten einige Einsätze dabei heraus, diese richteten teils auch erhebliche Schäden an Häusern und/oder anderen Sachwerten an, die noch genauer beziffert werden müssen.
Die Feuerwehr Fleestedt musste um 14.19 Uhr in die Straße Malter ausrücken, dort hatte der Sturm Gerüstteile gelockert, die wieder gesichert werden mussten. Um 14.35 Uhr wurde die Feuerwehr Winsen alarmiert, im Borsteler Weg drohte auf dem dortigen Sportplatz ein Flutlichtmast umzustürzen, der mit Hilfe der Drehleiter gesichert wurde. Gleich zwei PKW wurden durch einen umstürzenden Baum im Büsenbachtal in Handeloh um 14.54 Uhr beschädigt, die Feuerwehr beseitigte den Baum. Die Feuerwehr Bullenhausen rückte um 15.02 Uhr in die Straße „Elbblick“ aus dort hatte der Sturm eine Kaminhaube gelockert, die gesichert werden musste. Um 15.15 Uhr sicherte die Feuerwehr Meckelfeld einen Schornstein in der Straße „Immenhof“, und die Feuerwehr Vahrendorf/Sottof rückte um 15.21 Uhr in die Straße „Zu den Diebsteichen“ in Sottorf aus, dort hatte der Sturm ein Bushäuschen auf die Straße geweht. Parallel rückte die Feuerwehr Tötensen um 15.21 Uhr in die Hamburger Straße aus, bei einer großen Malerfirma drohten Teile des Daches wegzuwehen. Mit Hilfe von Leinen und Werkzeugen wurde das Dach notdürftig provisorisch gesichert und so ein großer Gebäudeschaden verhindert. Die Feuerwehr Over musste um 15.31 Uhr in die Straße „Sandbarg“ ausrücken, hier hatte der Sturm einen großen Strommast derartig beschädigt, dass dieser umzuwehen drohte. Nur mit Hilfe von nachgeforderten Technikern des Energieversorgers gelang es, den Mast notdürftig zu sichern und eine Gefahr zu bannen. Die Feuerwehr Neu Wulmstorf rückte um 16.27 Uhr in die Bahnhofstraße aus, dort waren durch den Sturm große Gerüstteile am Bahnhof gelockert worden. Diese wurden mühsam wieder befestigt und so eine Gefahr gebannt. Zu fallen drohende Dachziegel gefährdeten Menschen und Sachwerte unter anderem in Hittfeld, Maschen und Meckelfeld, auch hier halfen die Feuerwehren. In Marschacht stürzte um 16.49 Uhr ein Baum in der Elbuferstraße auf eine Garage, die Feuerwehr beseitigte diesen ebenso rasch wie die Winsener Feuerwehr, die um 16.50 Uhr einen umgestürzten Baum vom Dach eines Hauses im Grapenkamp räumte. Die Feuerwehr Maschen verhinderte um 17.30 Uhr, dass im Höhenweg in Horst ein Baum auf ein Wohnhaus stürzte, und wenig später musste die Feuerwehr Maschen zusammen mit der Drehleiter aus Meckelfeld stark beschädigte Teile eines Schornsteins von einem Mehrfamilienhaus in der Schulstraße in Maschen sichern. Die Feuerwehr Asendorf rückte um 18.24 Uhr in die Straße „Im Heidewinkel“ aus, dort war ebenfalls ein Baum auf ein Haus gekippt.
Weitere sturmbedingte Hilfeleistungseinsätze mussten die Feuerwehren unter anderem mehrfach in Buchholz, Sprötze, Trelde, Moisburg, Jesteburg, Lüllau, Neu Wulmstorf, Rade, Nenndorf, Iddensen, Meckelfeld, Over, Hörsten, Glüsingen, Maschen, Ramelsloh, Fleestedt, Hittfeld, Lindhorst, Tostedt, Todtglüsingen, Wistedt, Dohren, Marschacht, Oldershausen, Evendorf, Schierhorn, Marxen, Salzhausen, Stelle, Winsen, Borstel, Scharmbeck und Pattensen bewältigen.
Nach dem Sturm schließlich kam die Flut an der Elbe, so dass auch hier noch Hilfeleistungseinsätze anfielen. In Hoopte musste die örtliche Feuerwehr die Fluttore am Fähranleger schließen, und in Stove mussten Feuerwehren aus Schwinde/Stove sowie Drage und Marschacht mit Booten ein Fahrzeug samt Insassen aus dem Elbhochwasser bergen. Dank des schnellen Einsatzes gelang es hier, den Fahrzeuginsassen vor den Elbfluten rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Wie hoch der Schaden an dem Fahrzeug, das in dem Elbwasser stand, ausgefallen ist, steht noch nicht fest.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

März 2008 : Brennt Schwertransporter A 7

Ramelsloh Vollständig ausgebrannt ist die Zugmaschine eines Schwertransportes am Sonntag abend auf der BAB A 7, Richtungsfahrbahn Hannover in Höhe der Anschlussstelle Ramelsloh. Drei Feuerwehren waren stundenlang im Einsatz, um das Spezialfahrzeug zu löschen, die A 7 musste für Stunden in Fahrtrichtung Hannover gesperrt werden. Der Fahrer des Schwertransportes kam nicht zu Schaden, an dem gut 50 Meter langen, mit einem Verdichter beladenen Spezialzug entstand ein Sachschaden von mehr als 100.000 Euro.
Die Winsener Rettungsleitstelle alarmierte um 22.05 Uhr die Feuerwehr Ohlendorf zu dem Brand in Hohe der Anschlussstelle Ramelsloh. Weitere eingehende Notrufe von vielen Autofahrern veranlassten die Disponenten rasch zur Nachlalarmierung der Feuerwehr Maschen sowie der Feuerwehr Ramelsloh. Die Ohlendorfer Feuerwehr traf als erste Feuerwehr an der Einsatzstelle ein, bei ihrem Eintreffen brannte die Zugmaschine des Schwertransportes bereits in voller Ausdehnung. Die anrückenden Kräfte aus Maschen und Ramelsloh konnten sich aufgrund der starken Flammenbildung bereits aus der Ferne an der Einsatzstelle orientieren. Mit einem umfassenden Löschangriff, bei dem in Spitzenzeiten zwei Schwerschaum- und zwei C-Strahlrohre eingesetzt wurden, gingen die gut 70 Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung vor. Acht der Einsatzkräfte, die im direkten Umfeld des brennenden Schwertransporters arbeiteten, mussten aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung unter umluftunabhängigen Atemschutz vorgehen. Schwierigkeiten bei den Löscharbeiten bereitete besonders das sich immer wieder entzündende Hydrauliöl/Dieselgemisch, das mit explosionsartigen Verpuffungen und gut zehn Meter hohen Flammen verpuffte. Trotz dieser Schwierigkeiten hatten die Feuerwehrleute das Feuer nach gut 15 Minuten vollständig unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zogen sich aber noch eine weitere Stunde hin. Besonders die glimmenden Hydraulikleitungen, die nur schwer erreichbar waren, sorgten für aufwendige Löscharbeiten. Für die Löscharbeiten und für eine ausreichende Wasserversorgung mussten die Feuerwehrleute eine mehrere hundert Meter lange Wasserversorgung von einer die Autobahn unterführenden Landstraße aufbauen. Bedingt durch das Feuer musste die Autobahn in Fahrtrichtung Hannover für die Löscharbeiten voll gesperrt werden, der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Ramelsloh abgeleitet. Für die ersten der Feuerwehren war der Einsatz nach gut eineinhalb Stunden beendet, die letzte Feuerwehr rückte zweieinhalb Stunden nach der Alarmierung wieder in ihren Stützpunkt ein. Als Brandursache könnte ein technischer Defekt in Frage kommen, der Fahrer gab an, dass plötzlich der Motor anfing zu brennen. Die weiteren Ermittlungen zur genauen Brandursache hat das Autobahnpolizeikommissariat Thieshope aufgenommen. Die Bergung des Schwertransportes wird noch eine Herausorderung werden, denn durch das Feuer sind sämtliche Hydraulikleitungen geschmolzen, die Hydraulik ist daher naturgemäß ausgefallen und die Ladeplattform mit dem Verdichter liegt direkt auf der Fahrbahn auf.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW



 

April 2008 : Feuer im Bauhof Rosengarten

Nenndorf Einen Großeinsatz für insgesamt sechs Feuerwehren aus der Gemeinde Rosengarten sowie der Stadt Buchholz hat am frühen Dienstag morgen der Brand eines Klein LKW in der Betriebshalle des Bauhofes der Gemeinde Rosengarten ausgelöst- Um 04.49 Uhr waren die Feuerwehren aus Nenndorf, Emsen und Iddensen sowie der Einsatzleitwagen der Gemeinde Rosengarten zu der Betriebsstätte des Bauhofes gerufen worden, ihnen wurde durch die Winsener Rettungsleitstelle eine unklare Verqualmung im Bereich der Betriebshalle gemeldet. Die Feuerwehr Nenndorf hatte dabei einen absolut kurzen Anfahrtsweg zur Einsatzstelle, der Bauhof liegt auf dem selben Gelände wie die Feuerwehr. Die rasch eintreffenden Nenndorfer Feuerwehrleute bestätigten die starke Verqualmung im gesamten Inneren der Betriebshalle umgehend. Bei ihrem Eintreffen waren bereits Teile der Tore und Fenster rußgeschwärzt, Rauch drang durch Ritzen ins Freie und die in Wellblechbauweise gehaltene Halle begann sich an einigen Stellen bereits durch die erhebliche Hitzeeinwirkung leicht zu verformen. Umgehend wurde von den Einsatzkräften unter der Leitung von Rosengartens Gemeindebrandmeister Stephan Wilhelmi eine umfangreiche Kühlung der Halle veranlasst, ferner wurden die Feuerwehren aus Eckel und Leversen/Sieversen zur weiteren Unterstützung nachalarmiert. Weitere Einsatzkräfte rüsteten sich unter umluftunabhängigen Atemschutz aus, um eine Brandbekämpfung im Inneren der Betriebshalle durchzuführen. Vorsichtig wurde dabei die Halle durch die Fahrzeugtore betreten, beim Öffnen der Tore drangen augenblicklich dichte, schwarze Rauchwolken aus dem Inneren des Gebäudes. Mit Hilfe von zwei C-Strahlrohren wurde die Brandbekämpfung in der Halle durchgeführt, nach ersten Erkundungen brannte dabei ein Klein-LKW der Marke Multi-Car in voller Ausdehnung. Das Feuer hatte sich aber glücklicherweise noch nicht auf die weiteren, direkt daneben stehenden Fahrzeuge der Gemeinde ausgeweitet. Dank der raschen Brandbekämpfung wurde das Feuer auf dieses eine Fahrzeug begrenzt. Mit Hilfe der nachgeforderten Wärmebildkamera der Feuerwehr Buchholz wurde ausgeschlossen, dass sich noch unentdeckte Brandnester in der Decke der Halle festsetzten. Nach dem Entdecken des Brandes war dieser binnen weniger Minuten abgelöscht, durch einen Überdruckbelüfter wurde die Halle rauchfrei gemacht, und auch der mittlerweile eingetroffene Gemeindebürgermeister der Gemeinde Rosengarten, Dietmar Stadie konnte sich nun einen Überblick über die entstandenen Schäden machen. Dank des raschen und beherzten Einsatzes der insgesamt gut 80 eingesetzten Feuerwehrleute wurde ein weitaus größerer Schaden an der Halle des Bauhofes verhindert. Nichtsdestotrotz dürfte der Schaden sehr hoch ausgefallen sein, neben dem ausgebrannten Multi Car waren die weiteren Fahrzeuge des Bauhofes mit einer dichten Rußschicht überzogen, und auch im Inneren der Halle selbst ist durch das Feuer Schaden entstanden. Für die letzte Feuerwehr war der Einsatz nach gut zwei Stunden beendet. Die Brandursache ist noch unbekannt, jedoch kann ein technischer Defekt nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

April 2008 : Zwei Tote bei schwerem VU auf A 250

Maschen Zwei Todesopfer hat am späten Mittwochabend ein schwerer Verkehrsunfall auf der BAB A 250, Richtungsfahrbahn Lüneburg, zwischen den Anschlussstellen Maschen und Winsen-West gefordert. Dabei waren gegen 22.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache ein PKW Chevrolet und ein PKW Audi miteinander frontal kollidiert. Sowohl der Audi- als auch der Chevroletfahrer wurden durch den heftigen Aufprall schwer in den Fahrzeugtrümmern eingeklemmt, sie verstarben noch in den Unfallfahrzeugen an ihren schweren Verletzungen. Zur Befreiung der beiden Eingeklemmten wurden neben zwei Rettungswagen und dem Notarzt des DRK auch die Feuerwehr aus Maschen alarmiert. Die Rettungskräfte waren sehr schnell an der Unfallstelle, die gut eineinhalb Kilometer hinter der Anschlussstelle Maschen lag. Die Einsatzkräfte fanden ein wahres Trümmerfeld vor. Beide Unfallfahrzeuge waren durch en Frontalaufprall schwer zerstört, der Chevrolet lag auf dem Dach, dessen Fahrer war schwer eingeklemmt. Während der tote Audifahrer relativ schnell unter Zuhilfenahme von hydraulischen Rettungsgeräten aus dem zerstörten Fahrzeug geborgne wurde, gestaltete sich die Bergung des toten Chevroletfahrers ungleich schwerer. Durch die Wucht des Aufpralls war der gesamte Vorderwagen des Chevrolet zu einem einzigen Metallklumpen zusammengepresst worden, in diesen Trümmern war der Fahrer eingeklemmt, und der PKW lag zudem auf dem Dach. Nachdem der Notarzt den Tod des Mannes festgestellt hatte, wurde der Wagen auf die Räder gestellt, im Anschluss wurde das Fahrzeug in mühsamer Kleinarbeit mit Rettungsscheren und –stempeln so weit geöffnet und auseinandergezogen, dass der Tote geborgen werden konnte. Durch den Unfall liefen zudem große Mengen an Betriebsstoffen aus, die großflächig mit Ölbindemitteln abgestreut werden mussten. Für die Ermittlungsarbeiten der Polizei und eines Sachverständigen der DEKRA leuchteten die Feuerwehrleute die Unfallstelle zudem weiträumig aus. Erst nach drei Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Die genaue Unfallursache ist noch unbekannt, die Autobahnpolizei Winsen hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Autobahn wurde in Richtung Lüneburg bis in die späten Nachtstunden hinein voll gesperrt.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

Mai 2008 : Kutschenunfall mit MANV

Undeloh. Zu einem tragischen Kutschenunfall mit schweren Folgen kam es am Samstagmittag, den 17.05.08 gegen 12.00 Uhr zwischen dem Ort Undeloh und dem Ausflugsziel Wilsede in der Lüneburger Heide. Aus noch nicht geklärten Gründen verunglückte eine von zwei Pferden gezogene Kutsche auf der neben dem Kutscher insgesamt 18 Ausflugsgäste aus Lübeck saßen. Die Kutsche kam vom Weg ab und stürzte in eine kleine Absenkung auf die Seite. Die beiden Pferde galoppierten mit der Vorderachse weiter und verloren diese nach ca. 50 Metern. Die auf der Kutsche sitzenden Personen wurden durch das Umstürzen durcheinander geschleudert. Der Rettungsleitstelle, des Landkreises Harburg, wurde darauf hin ein Kutschenunfall gemeldet mit mehreren verletzten Personen. Neben vier Rettungswagen, zwei Rettungshubschraubern sowie der beiden Notärzte aus den Landkreisen Harburg und Soltau- Fallingbostel wurde das geländetaugliche Tanklöschfahrzeug Wesel zur Bereitstellung für die Rettungswagen alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte an der weit abgelegenen Stelle inmitten des Naturschutzparks Lüneburger Heide zeigte sich erst die Schwere des Unfalls, worauf hin noch zusätzliche Rettungskräfte angefordert werden mussten. Während Weseler Feuerwehrleute die auf der Seite liegende Kutsche sichern, mussten mehrere Personen intensivmedizinisch versorgt werden. Insgesamt kamen acht Rettungswagen, drei Rettungshubschrauber, zwei Notarztwagen sowie das Fahrzeug des Einsatzleiters vom Roten Kreuz und neben dem Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Wesel auch das Einsatzleitfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Hanstedt zum Einsatz. Während der Rettungshubschrauber
Christoph 4 aus Hannover eine Frau in das Universitätsklinikum nach Hannover brachte, wurden eine weitere Frau ins Bundeswehrkrankenhaus nach Wandsbek mit dem Christoph 29 geflogen. Der Kutscher musste ebenfalls mit dem ADAC- Rettungshubschrauber Christoph Hansa, der in Boberg stationiert ist, von der Einsatzstelle geflogen werden, neun weitere Personen wurden mit Rettungswagen in alle umliegenden Krankenhäuser der Region gebracht. Die Unverletzten aber unter Schock stehenden Fahrgäste wurden zu einem Hotel nach Undeloh gebracht, wo sie betreut wurden. Erst gegen 14.30 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehren und Rettungsdienst an der Einsatzstelle beendet.

Arne Behrens
GPW Hanstedt


 

Mai 2008 : Zwei Tote bei VU mit PKW und Zug

Wörme Ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einer Regionalbahn der Deutschen Bahn AG und einem mit vier älteren Personen besetzten PKW hat am späten Freitag Nachmittag an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Straße „Im Dorfe“ in Wörme ( Gem. Tostedt ) zwei Todesopfer, eine lebensgefährlich- eine Schwerverletzte sowie einen Leichtverletzten gefordert. Aus bislang noch nicht geklärter Ursache war gegen 16.55 Uhr der PKW beim Überqueren der eingleisigen Bahnstrecke mit der mit ca. 15 Personen besetzten Regionalbahn kollidiert. Trotz Notbremsung schleifte die Bahn den an der Beifahrerseite schwer zerquetschten PKW noch gut 300 Meter mit, ehe der Zug samt verkeilten PKW zum Stehen kam. Der Lokführer, der mit einem Schock davon kam, geleitete die Fahrgäste der Bahn ins Freie und führte sie zum zurückliegenden Bahnübergang. Parallel lief eine umfangreiche Rettungsaktion an, in dessen Folge durch die Winsener Rettungsleitstelle die Feuerwehren aus Handeloh, Welle und Tostedt sowie der Rüstwagen der Feuerwehr Buchholz, zwei Rettungswagen und der Notarzt des DRK und der in Uelzen stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 19“ des ADAC alarmiert wurden. Bei Eintreffen der ersten Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst hatten Ersthelfer die lebensgefährlich verletzte Fahrerin des BMW bereits aus dem zerstörten Fahrzeug befreit, sie wurde bereits erstversorgt. Die Feuerwehr befreite daraufhin die leichter Verletzte Beifahrerin des BMW., beide wurden durch die Rettungsdienstkräfte teils intensivmedizinisch versorgt. Die lebensgefährlich Verletze Frau kam nach umfangreichen medizinischen Maßnahmen mit dem Rettungshubschrauber in das Hamburger Universitätsklinikum in Eppendorf, ihr Zustand wurde als kritisch eingestuft. Die zweite verletzte Frau kam mit einem Rettungswagen in das Buchholzer Krankenhaus. Für die beiden männlichen, im Fond sitzenden Insassen dagegen kam jede Hilfe zu spät, hier konnten die Notärzte nur noch den Tod feststellen. Die Leichen konnten erst unter massiver Zuhilfenahme von hydraulischen Rettungsgeräten geborgen werden, nachdem die Fahrerseite geöffnet, das Dach abgetrennt und das Fahrzeug angehoben war, gelang es der Feuerwehr, die Leichen zu bergen. Noch an der Unfallstelle wurden zuerst der Lokführer, im weiteren Verlauf auch die Einsatzkräfte von einem hinzugezogenen Notfallseelsorger betreut, um das Erlebte zu verarbeiten. Nach der Bergung der Leichen und der Unfallermittlung unterstützten die Kräfte der Feuerwehr die Polizei noch bei der Bergung des zerstörten Unfallfahrzeuges. Für die Feuerwehren war der Einsatz n ach gut zweieinhalb Stunden beendet, die weiteren Ermittlungen werden in Zusammenarbeit der Polizeistation Tostedt und der Bundespolizei geführt, insbesondere in Hinsicht auf die genaue Unfallursache.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW



 

Juni 2008 : Mehrfache Unwettereinsätze

1) Maschen Die Gewitterfront, die am Dienstagnachmittag und frühen Abend über Norddeutschlang zog, hat auch den Landkreis Harburg nicht verschont. Nachdem bereits am frühen Nachmittag gegen 14.30 Uhr in Tostedt im Quellner Weg und in Hollenstedt auf der Kreisstraße K 16 zwei durch Sturmböen entwurzelte Bäume von der Feuerwehr beseitigt werden mussten, rückten mehrere Feuerwehren des Kreises ab 17.45 Uhr zu diversen Unwettereinsätzen aus. Besonders heftig traf die Unwetterfront dabei die Gemeinde Seevetal und das Stadtgebiet von Winsen, wo mehrere Unwettereinsätze abgeleistet werden mussten. Gut 20 vollgelaufene Keller und überflutete Straßen galt es vom Wasser zu befreien. Dazu wurde dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr Maschen ein Großbrand im Harmsweg in Maschen verhindert. Die Wehr war um 18.18 Uhr durch die Winsener Rettungsleitstelle gemeinsam mit dem Einsatzleitwagen der Feuerwehr Seevetal alarmiert worden, ein Blitz war in den Schornstein eines Wohnhauses eingeschlagen und hatte unter dem Dach verlegtes Dämmmaterial samt Holzverkleidung in Brand gesetzt. Die Bewohner des Gebäudes hatten sofort nach dem Einschlag die Feuerwehr über Notruf verständigt und waren ins Freie geflüchtet. Die Maschener Feuerwehr war binnen weniger Minuten mit 30 Einsatzkräften an der Brandstelle, bei ihrem Eintreffen quoll bereits Rauch unter den Dachpfannen hervor. Unverzüglich gingen vier der Feuerwehrleute unter umluftunabhängigen Atemschutz in das Innere des Wohngebäudes und nahmen mit einem C-Strahlrohr die Brandbekämpfung auf. Das Feuer wurde nach dem Öffnen der Dachverkleidung rasch gelöscht, mit Hilfe einer Wärmebildkamera wurde ausgeschlossen, dass sich noch weitere Brandnester in dem Dachstuhl befanden. Ein weiteres Strahlrohr war zur Sicherheit an der Außenseite des Gebäudes bereit gelegt worden, dieses musste nicht mehr eingesetzt werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt, jedoch dürfte er sich deutlich im fünfstelligen Eurobereich belaufen. Die Polizei ermittelt. Noch während der Löscharbeiten mussten im Maschener Ortskern und in Horst weitere Unwettereinsätze abgearbeitet werden. Im Fachenfelder Eck war Wasser in einen Keller gelaufen, in der Hölderlinstraße und im Immenstieg war ebenfalls Wasser im Keller, im Uhlengrund war die Straße überflutet und ebenfalls im Uhlendgrund drohte ein Swimming-Pool überzulaufen und ein Haus zu überflutet. Zusammen mit der nachalarmierten Feuerwehr Ramelsloh wurde hier durch die Maschener Feuerwehr Hilfe geleistet. In Fleestedt war die Winsener Landstraße in Höhe der Bahnunterführung vollgelaufne, in Wulfsen wurde im Amselstieg ein Keller überflutet, und vollgelaufene Straßen mussten weiterhin in Borstel, Luhdorf, Pattensen und Scharmbeck von den Wassermassen befreit werden. Ein aufgrund der vorangegangenen intensiven Wetterlage mit dem Starkregen doch recht kurioser Einsatz forderte dann gegen 20.15 Uhr noch die Feuerwehr Maschen und die Werkfeuerwehr des Rangierbahnhofes Maschen : Die Feuerwehrkräfte wurden zu einem Böschungsbrand an die Güterbahnstrecke Maschen-Buchholz gerufen. Nach kurzer Suche wurde die Feuerwehr dann auch tatsächlich fündig, zwischen Maschen und Stelle brannten gut fünf Quadratmeter Busch und Unterholz, die mit Hilfe eines Kleinlöschgerätes abgelöscht wurden. Hier wäre sicherlich ein deutlich größerer Brand entstanden, wenn es vor dem Feuer weiter so trocken gewesen wäre wie die letzten Wochen.
2) Fleestedt / Landkreis Harburg Viel Arbeit in Form von Wasser- und Baumbeseitigung und einen Dachstuhlbrand hat ein schweres Gewitter für die Feuerwehren des Landkreises Harburg ausgelöst, dass am Sonntag Nachmittag ab 16.45 Uhr über den Landkreis Harburg hinweg gezogen war. Besonders die Gemeinden Seevetal, Tostedt und Rosengarten sowie die Stadt Buchholz waren von dem Gewitter, das mit Starkregen, schweren Sturmböen und Blitzeinschlägen einher ging, betroffen. Neben gut 15 technischen Hilfeleistungen musste auch ein Dachstuhlbrand bekämpft werden, in Fleestedt war dabei vermutlich ein Blitzeinschlag schuld, dass ein Dachstuhl eines Wohnhauses in der Straße „Am Försterland“ in Brand geraten war. Um 17.25 Uhr war die Fleestedter Feuerwehr zu dem Dachstuhlbrand alarmiert worden, nur Minuten nach der Alarmierung war die Wehr bereits mannstark am Brandort eingetroffen. Bei ihrem Eintreffen brannte der Dachstuhl, Flammen schlugen bereits aus dem Dach, und eine erhebliche Rauchentwicklung erschwerte die eingeleiteten Löschmaßnahmen zuerst erheblich. Unverzüglich wurden die Feuerwehren aus Beckedorf/Metzendorf/Woxdorf, Hittfeld und Meckelfeld sowie die Drehleiter der Feuer- und Rettungswache F 33 ( Veddel ) der Feuerwehr Hamburg nachalarmiert. Mit einem massiven Löschangriff, bei dem in Spitzenzeiten fünf C-Strahlrohre sowie ein B-Strahlrohr eingesetzt wurden, gelang es schnell, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Ein Großteil der insgesamt 70 eingesetzten Feuerwehrleute musste dabei aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung unter umluftunabhänigen Atemschutz arbeiten. Während der Brand schnell gelöscht war, gestalteten sich die Nachlöscharbeiten zeitaufwendig. Große Teile des hartgedeckten Daches mussten, auch unter Zuhilfenahme der Drehleiter aus Hamburg, aufgenommen werden, um alle Brandnester abzulöschen. Zur Suche nach versteckten Brandnestern kam auch die Wärmebildkamera zum Einsatz. Für die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr waren die Löscharbeiten erst nach gut zweieinhalb Stunden beendet. Menschen kamen hierbei nicht zu Schaden, ein vorsorglich angeforderter Rettungswagen des DRK wurde nur zur Eigensicherung der auf dem Dach arbeitenden Feuerwehrleute in Bereitstellung belassen. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.
Neben dem Brand mussten die Feuerwehren auch gut 15 witterungsbedingte Hilfeleistungen abarbeiten. In Dibbersen stand einmal mehr die Bürgermeister-Becker Straße unter Wasser, die Dibbersener Feuerwehr beseitigte das Wasser. In Maschen musste die Feuerwehr einen vom Sturm umgestürzten Baum auf der Kreisstraße K 86 in Richtung Stelle beseitigen, und die Feuerwehr Iddensen arbeitete zusammen mit der Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld eine umfangreiche Einsatzstelle an der Kreisstraße K 85 in Iddensen ab. Hier hatten Sturmböen große Äste an mehreren Bäumen abgeknickt, die auf die Fahrbahn zu fallen drohten. In Sprötze beseitigte die Feuerwehr einen umgestürzten Baum an der Bundesstraße B 3, und auch die Feuerwehr Wenzendorf musste einen umgestürzten Baum an der B 3 beseitigen. Weitere witterungsbedingte Hilfeleistungseinsätze mussten weiterhin in Buchholz, Dibbersen, Ehestorf, Helmstorf, Hollenstedt, Leversen, Nenndorf, Sieversen und Tostedt abgearbeitet werden.


Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

Juli 2008 : Schiffshavarie auf der Elbe

Bericht 1 : Geesthacht/Drage/Drennhausen/Hoopte/Laßrönne/Hoopte. Schiffskollision gestern Morgen gegen 4 Uhr auf der Elbe: Zwischen Drage und Drennhausen bei Stromkilometer 591 und 592 stießen ein Binnentankschiff und ein Frachtschiff zusammen. Der Frachter konnte seine Fahrt nach Hamburg fortsetzten, während das Tankschiff Udine bei dem Zusammenstoß auf einer Länge von 30 Metern schwer beschädigt wurde. Das Tankschiff war zur Zeit der Havarie voll beladen. Aus dem Riss in der Bordwand auf der rechten Seite liefen ungefähr 400.000 Liter Dieselkraftstoff in Elbe. Die Schwerbeschädigte Udine konnte ihre Fahrt noch bis zum Schleusenkanal in Geesthacht fortsetzten. Die Alarmierte Feuerwehr Geesthacht legte eine Ölsperre um das beschädigte Schiff und versuchte damit weiteren Schaden zu verhindern. Zum Umpumpen, der im Schiff verbliebenen Restmenge an Kraftstoff, wurde ein weiteres Tankschiff an die Einsatzstelle beordert. Auch die Feuerwehr Hamburg rückte mit einem Löschboot und dem Umweltdienst aus. Im Bereich des Landkreis Harburg bestand in den Ufergebieten bis zur Hamburger Landesgrenze die Gefahr einer Ölverschmutzung. Von der Rettungsleitstelle in Winsen wurden der Gewässerschutzzug und der Einsatzleitwagen des Landkreises alarmiert. In besonders gefährdeten Uferbereichen der Elbe in Laßrönne-Haue wurden von den Einsatzkräften Ölsperren ausgelegt um diese zu schützen. Weiterhin wurden als weitere Maßnahmen alle Siele, die sich im Bereich der Stadt Winsen und der Gemeinde Stelle und Seevetal befinden und das Ilmenausperrwerk geschlossen. Da es zum Zeitpunkt des Unfalls Windstill war, kam der Ölteppich auf der Elbe nur langsam voran. An einigen Stellen im Fluss war der Ölfilm mehrere Zentimeter dick. Gefahr bestand nicht nur für die Pflanzen, sondern auch für die Tierwelt. Von der Feuerwehr in den Uferbereichen wurden ölverschmutzte Wasservögel gefunden und dem Veterinäramt des Landkreis Harburg übergeben. Eine besondere Gefahr für die Umwelt besteht, wenn gegen Nachmittag die Flut einsetzt und der Ölteppich wieder die Elbe heraufgedrückt wird. Die gesamt Einsatzleitung hat für die Kräfte aus dem Landkreis Harburg Kreisbrandmeister Dieter Reymers übernommen, der die Maßnahmen koordiniert hat. Mit beteiligt war neben der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Harburg auch das Niedersächsische Landesamt für Wasser und Küstenschutz mit ihren Fachberatern. Auf der Hamburger Elbseite setze die Feuerwehr Hamburg mehrere Freiwillige Feuerwehren und den Umweltdienst der Feuerwehr Hamburg ein. Die Einsatzleitung für die Kräfte der Hamburger Feuerwehr befand sich in Zollenspieker am Fähranleger. Der Einsatz zog sich für alle beteiligten Kräfte bis in die Abendstunden hin. Insgesamt waren aus drei Bundesländern 150 Kräfte im Einsatz.
Burkhard Giese, SPW Winsen

Bericht 2 :Wie bereits berichtet, ereignete sich bei Stromkilometer 591/592 auf Höhe der Ortschaften Drage/Drennhausen (Niedersachsen) gegen 4.00 Uhr morgens eine Tankerkollision mit erheblichem folgen für Flora und Fauna auf der Elbe und dem angrenzenden Ufergebiet. Der ursprüngliche Plan der Einsatzkräfte, das ausgelaufene Dieselöl mittels Ölsperre in Höhe des Hafens Oortkaten aufzufangen wurde größtenteils durch die kippende Tiede und damit einsetzende Flut, verbunden mit Wind stromaufwärts verworfen. Vielmehr galt es nun die angrenzenden Naturschutzgebiete auf niedersächsischer Seite vor dem Öl zu schützen. Eine auf Unweltschäden spezialisierte Firma rückte dazu mit einem Ölauffangschiff an um den sich auf mehrere Stromkilometer erstreckenden Ölfilm aufzunehmen.
Das gesammelte Dieselöl in den Buchten des Elbabschnittes wird die Feuerwehren im laufe der nächsten Durchgänge von Ebbe und Flut weiterhin beschäftigen. Ein besonderes Augenmerk gilt hier der Tier- und Pflanzenwelt in den kommenden Tagen. Mussten doch bereits erste kontaminierte Tiere dem Veterinäramt übergeben werden.

Lutz Wreide
GPW Elbmarsch
Foto : Giese


 

August 2008 : Drei Eingeklemmte nach schwerem VU

Ramelsloh. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es in den frühen Morgenstunden des Freitags, den 29.08.2008 auf der Kreisstraße 10 zwischen Ramelsloh und Marxen. Gegen 7.30 Uhr war ein Citroen AX frontal mit einem aus Richtung Ramelsloh kommenden Skoda Fabia kollidierte. Der 25jährige Citroen- Fahrer, sowie dessen 22jährige Beifahrerin und der 31jährige Skoda-Fahrer wurden dabei teilweise sehr schwer verletzt und in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Die alarmierten Feuerwehren aus Ramelsloh, Ohlendorf und Maschen mussten mit Hilfe von zwei hydraulischen Rettungsgeräten die Eingeklemmten befreien. Hierzu musste der Citroen des Unfallverursachers zum größten Teil komplett auseinander geschnitten und gedrückt werden. Nach einer Stunde gelang es als letztes die Beifahrerin aus dem Wrack zu befreien. Neben den Feuerwehren kamen auch drei Rettungs- und ein Notarztwagen des Roten Kreuzes sowie zwei ADAC- Rettungshubschrauber zum Einsatz. Alle drei beteiligten Personen kamen mit zum Teil sehr schweren Verletzungen in Hamburger Krankenhäuser. Die Polizei Seevetal konnte zum Unfallhergang ermitteln, daß der Citroen-Fahrer eine aus fünf Fahrzeugen bestehende Kolonne überholte. Als erkennbar war, daß sich von vorne Gegenverkehr näherte, bog er nicht in eine Lücke der Kolonne ein, sondern setzte seinen Überholvorgang weiter fort. Die Kreisstraße 10 zwischen Ramelsloh und Marxen musste für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten bis 10.15 Uhr voll gesperrt werden. Ein im Citroen mitfahrender Yorkshire Terrier wurde durch den Unfall ebenfalls schwer verletzt von den Feuerwehrleuten aus dem Fahrzeug gerettet. Ein Polizeibeamter fuhr den kleinen Hund zu einem Tierarzt nach Hanstedt wo er ebenfalls umfangreich behandelt werden musste.

Pressestelle KFV LK Harburg
Arne Behrens in Vertretung für den KPW

November 2008 : Spektakulärer VU auf B 3

Sprötze Mit vergleichsweise leichten Verletzungen hat die Fahrerin eines PKW Ford einen spektakulären Verkehrsunfall am Montag Nachmittag gegen 15.25 Uhr auf der Bundesstraße B 3 bei Sprötze überstanden. Die Frau war mit ihrem PKW kommend aus Richtung Soltau in Richtung Buxtehude unterwegs, als sie kurz vor der Bahnüberführung der Bahnstrecke Hamburg – Buchholz - Bremen aus noch nicht geklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam, einen Teil der Schutzplanke hinauf fuhr und schließlich auf der Beifahrerseite auf dem Fahrradweg zum Liegen kam. Durch die Wucht der mehrfachen Aufpralle auf diverse Hindernisse und die Schutzplanke wurde ein Vorderrad rausgerissen und die Fahrzeugfront erheblich beschädigt. Da es in den ersten Meldungen hieß, die Frau sei in dem Fahrzeugwrack eingeklemmt, wurden neben einem Rettungswagen und dem Notarzt des DRK auch die Feuerwehren aus Sprötze und Buchholz zur Befreiung der vermeintlich eingeklemmten Frau alarmiert. Binnen Minuten waren die ersten Kräfte an der Unfallstelle, bei ihrem Eintreffen war die Frau ansprechbar und konnte rasch ohne technische Hilfsmittel aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben werden. Sie kam nach einer ersten Untersuchung und Behandlung mit vergleichsweise leichten Verletzungen in das Krankenhaus nach Buchholz. Die Kräfte der Feuerwehr streuten derweil auslaufende Betriebsstoffe ab und stellen den Brandschutz an der Unfallstelle sicher. Für die Feuerwehr war der Einsatz nach gut 45 Minuten bereits beendet, die weiteren Ermittlungen zur genauen Unfallursache hat die Polizei Buchholz übernommen. Die B 3 musste für die Fahrzeugbergung kurzfristig gesperrt werden. An dem Unfallfahrzeug entstand Totalschaden.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW