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Besondere Ereignisse 2010

März 2010 : Dienstversammlung Nenndorf

Nenndorf Eine außerordentlich beeindruckende Bilanz hat der Kreisbrandmeister des Landkreises Harburg, Dieter Reymers im rahmen der Dienstversammlung aller Orts-, Stadt- und Gemeindebrandmeister im Nenndorfer Gasthaus Böttcher am Wochenende vorgelegt. Dem Bericht zufolge mussten die 108 Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Harburg im vergangenen Jahr zu insgesamt 2728 Brand- und Hilfeleistungseinsätzen ausrücken ( 2008 : 2686 ). Dieses bedeutete einen Anstieg von 42 Einsätzen. Bei insgesamt 851 Bränden ( 2008 : 756 ) rückten 1307 mal die Feuerwehren aus ( 2008 : 1120 ). „Diese Zahlen variieren deshalb auseinander, weil zu einem Brand auch oftmals mehrere Feuerwehren ausrücken, besonders am Tage werden parallel sofort mehrere Feuerwehren alarmiert, um die Tagesalarmstärke zu erreichen“, verdeutlichte Reymers diese Zahlen. Auch bei den technischen Hilfeleistungen wurden abermals eine Vielzahl Einsätze gefahren. Hier schlugen insgesamt 1250 Hilfeleistungen zu Buche ( 2008 : 1366 ). Zu denen 1421 mal die Feuerwehren ausrückten ( 2008 : 1566 ). Hierbei steht die Entwicklung entgegen dem Landestrend. Die Feuerwehren im Landkreis mussten wieder zu mehr Brandeinsätzen ausrücken, während die Hilfeleistungseinsätze sanken, im Landevergleich ist aber genau das Gegenteil der Fall. Dieses unterstützte auch Regierungsbrandmeister Peter Adler, der der harmonischen Versammlung beiwohnte und in seinen Grußworten auch Zahlen, Daten und Fakten aus dem Land Niedersachsen sowie dem ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg vorlegte. Die Feuerwehren im Landkreis Harburg konnten durch ihren qualifizierten, fachgerechten Einsatz insgesamt 384 Menschen aus Zwangslagen der unterschiedlichsten Art retten, für 28 weitere dagegen kam jede Hilfe zu spät. Erfreulich hierbei ist, dass die Anzahl der geborgenen Menschen im Vergleich zum Vorjahr um fünf sank. Weiterhin retteten die Feuerwehrleute 64 Tiere aus Notlagen, drei dagegen konnten nur noch geborgen werden. Als sehr erfreulich ist auch die Mitgliederstatistik zu bewerten. Auch hier geht die Tendenz derzeit noch entgegen dem Landestrend, wo sinkende Mitgliederzahlen zu vermelden sind. Im Landkreis Harburg waren Anfang des Jahres 4.613 aktive Feuerwehrleute in den Einsatzabteilungen tätig, wovon 419 Frauen sind. In den Jugendfeuerwehren arbeiten weitere 1.457 Jungen und Mädchen und bilden das Rückgrat in punkto Nachwuchs der Feuerwehren. 1.248 Mitglieder sind in den Alters- und Ehrenabteilungen registriert, und vervollständigt wird die Mitgliederstatistik durch die 164 Mitglieder der Musikabteilungen in den Feuerwehren. Seinen Dank für die geleistete Arbeit aller Feuerwehrleute sprach Landrat Joachim Bordt aus, der betonte, wie wichtig die Feuerwehren des Landkreises für die Bürger und Bürgerinnen des Kreises sind. „Dank ihrer großartigen Arbeit ist mir um die Sicherheit unseres Kreises nicht bange“; betonte Bordt in seinen Grußworten an die anwesenden Feuerwehrleute. Trotz aller Freude über die gestiegenen Mitgliederzahlen hob aber der Kreisbrandmeister mahnend und warnend den symbolischen Zeigefinger. Es müsse weiter alles getan werden, um die Mitgliederzahlen konstant auf dem Niveau wie bisher zu halten. Der demographische Wandel habe bereits eingesetzt, betonte Reymers, und man dürfe diesen Wandel keinesfalls außer Acht lassen. Nach wie vor müsse die Förderung des Ehrenamtes weiter vorangetrieben werden, um den Mitgliedern der Feuerwehren, aber auch der anderen Hilfsorganisationen zu zeigen, wie wichtig ihre Arbeit ist. Auch müssen kontinuierlich neue Mitglieder geworben werden, um einem eventuell drohenden Mitgliederverlust von vornherein vorzubeugen. Reymers bedankte sich beim Landkreis, dass die ersten Ansätze zur Förderung des Ehrenamtes bereits erkennbar sind. Im vergangenen Jahr hatten Führungskräfte der unterschiedlichsten Ebenen einen Ideenkatalog erarbeitet, wie das Ehrenamt noch weiter gefördert werden kann, dieser Katalog liegt den Städten, Gemeinden und dem Kreis vor. „Nun müssen wir alles daran setzen, möglichst viele dieser Ideen umzusetzen“, betonte Reymers unter dem Beifall der Anwesenden. Nach seinem Rückblick wagte er noch einen Ausblick. Während der erste vom Landkreis Harburg beschaffte Rüstwagen nunmehr an die Feuerwehr Winsen ausgeliefert wurde, erfolgt die Auslieferung eines zweiten Rüstwagens für die Feuerwehr Egestorf in den nächsten Wochen. Ein dritter Rüstwagen für die Feuerwehr Maschen soll im kommenden Jahr angeschafft werden. Ebenfalls in diesem Jahr soll noch ein Grätewagen-Logistik für die Feuerwehr Roydorf beschafft werden. Reymers dankte den Verantwortlichen der Kreisverwaltung und –politik für diese Maßnahmen, zeigen sie doch auch, wie wichtig das Thema abwehrender Brandschutz beim Landkreis genommen wird. Mit der Beschaffung der Rüstwagen wird zudem das vor Jahren entstandene und sehr erfolgreich praktizierte Rüstwagenkonzept des Landkreises umgesetzt.
Einen feierlichen Moment gab es zum Abschluss der Versammlung. Der neue und bisher kommissarisch eingesetzte Leiter des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr, der Oberstleutnant der Reserve Tim-Oliver Goldmann aus Elstorf wurde durch den Korvettenkapitän Sven Schneider im Auftrag des Landeskommandos Niedersachsen der Bundeswehr auch offiziell als Leiter des Kommandos bestätigt.
Abgerundet wurde die Versammlung schließlich durch Vorträge des Leiters der Werkfeuerwehr des Maschener Rangierbahnhofes, Dennis Hagedorn und den Ortsbeauftragten des THW Ortsverbandes Stelle- Winsen, Oliver Schildknecht die über die Einsatzmöglichkeiten ihrer Organisationen referierten. Auch Tim-Oliver Goldmann stellte noch einmal ausführlich die Arbeit des Kreisverbindungskommandos vor.
Das Rahmenprogramm bildete einmal mehr die renommierte Feuerwehrausrüstungsfirma C.B. König aus Halstenbek mit Frank-Michael Gormanns an der Spitze, die in bewährter Art und Weise Ausrüstungsgegenstände rund um die Feuerwehr vorstellten und für Fachgespräche zur Verfügung standen. Dieses ist für diese Versammlung besonders hoch anzurechnen, da mehr als widrige Witterungsumstände die Fahrt von Halstenbek nach Nenndorf alles andere als einfach machten.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

Mai : Zwei neue RW durch den Landkreis übergeben

Egestorf/Winsen Große Freude herrscht bei der Kreisfeuerwehr mit Kreisbrandmeister Dieter Reymers an der Spitze, denn gleich zwei neue Rüstwagen RW 2 sind durch den Landkreis Harburg an die Kreisfeuerwehr übergeben worden. Die jeweils 270.000 Euro teuren Neufahrzeuge, aufgebaut auf einem MB Atego 1429 Fahrgestell und mit Aufbauten der Iveco Magirus Brandschutztechnik versehen, wurden bei den Feuerwehren in Egestorf und Winsen stationiert und lösen dort ein 34 Jahre altes Winsener und 23 Jahre altes Egestorfer Vorgängerfahrzeug ab. „Besonders für die Wehr aus Egestorf ist die Indienststellung des neuen RW 2 eine Verbesserung, das Vorgängerfahrzeug war eine Nummer kleiner, so dass die Egestorfer Feuerwehrleute für ihre schweren Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistungen jetzt ein noch besseres Handwerkszeug zur Verfügung haben“, betonte Kreisbrandmeister Dieter Reymers im Rahmen der Übergabe im Feuerwehrhaus in Winsen. Er dankte dem Landkreis mit Landrat Joachim Bordt an der Spitze für die Unterstützung des niedersachsenweit einzigartigen Rüstwagenkonzeptes und die Beschaffung der beiden neuen Rüstwagen. Dieses Konzept sieht vor, dass bei jeder technischen Hilfeleistung, in denen Menschen in Zwangslagen geraten sind, ein Rüstwagen automatisch zu diesen Einsätzen mitalarmiert wird, um Hilfsfristen so kurz wie möglich zu halten und sofort ausreichend technisches Gerät zur Rettung der Betroffenen vor Ort zu haben. Landrat Joachim Bordt skizzierte während seiner Ansprache noch einmal kurz den Werdegang der Beschaffung der beiden neuen Rüstwagen. Im März 2008 beschloss der Kreistag, aus Mitteln der Feuerschutzsteuer und mit Zustimmung aller Gemeinden und Städte des Landkreises, drei Rüstwagen für die Feuerwehren Egestorf, Maschen und Winsen zu beschaffen. Die Ausschreibung für die Fahrgestelle der Fahrzeuge aus Egestorf und Winsen erfolgte im September 2008, die Ausschreibung für die Aufbauten zwei Monate später, im November 2008. Geliefert wurden die jetzt offiziell in Dienst gestellten Fahrzeuge im März und April diesen Jahres. Der Rüstwagen für die Feuerwehr Maschen soll im kommenden Jahr ausgeliefert werden, hier erfolgt in Kürze der Beginn der Ausschreibung. Die beiden jetzt ausgelieferten Fahrzeuge sind baugleich und unterscheiden sich nur in punkto Beladung etwas. Die Stadt Winsen investierte in die Beladung des Fahrzeuge rund 95.000 Euro, die Samtgemeinde Hanstedt steckte in die Beladung des Egestorfer Rüstwagens rund 35.000 Euro. Der Rüstwagen aus Winsen besitzt einen fest eingebauten 23 kVA Stromerzeuger, während der Rüstwagen aus Egestorf einen 30 kVA Stromerzeuger eingebaut hat. Beide Fahrzeuge sind zwischen Aufbau und Fahrerkabine mit einem auf sieben Meter Höhe ausziehbaren Lichtmast mit jeweils zwei Halogenstrahlern a 1.500 Watt sowie zwei weiteren 400 Watt starken Strahlern mit Quecksilberdampftechnik und mit Natriumhochdrucktechnik versehen. Diese Strahler können getrennt voneinander geschaltet werden.. In Egestorf ist die Beladung um einen Gefahrgutteil unter anderem mit Gefahrgut-Umfüllpumpen ergänzt, während in Winsen ausschließlich die technischen Hilfeleistungen größerer Art im Vordergrund stehen. Beide Fahrzeuge verfügen über Rettungsplattformen für LKW Unfälle, haben eine Rotzler Seilwinde mit einer Zugkraft von fünf Tonnen und sind mit umfangreichen Beleuchtungsmaterial ausgestattet. Beide Rüstwagen haben abklappbare Hinterachs Kotflügel zur besseren Entnahme der verstauten Geräte, schwenkbare Geräteträger und teilweise begehbare Innenräume und verfügen heckseitig über ein klappbares Standpodium für den erleichterten Aufstieg auf das Dach.
Beide neuen Rüstwagen haben ihre ersten Bewährungsproben bereits mit Erfolg bestanden, bei Verkehrsunfällen wurden die Fahrzeuge eingesetzt und haben sich bewährt.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

Juni : Großübung am Krankenhaus Winsen

Winsen Das Krankenhaus Winsen in der Friedrich-Lichtenauer Allee war am Mittwochabend Ziel einer groß angelegten Einsatzübung von drei Fachzügen ( FZ Wasserförderung, FZ Wassertransport und FZ Technische Hilfeleistung 1 ) sowie dem Einsatzleitwagen ELW 2 der Kreisfeuerwehr, der Schnelleinsatzgruppe ( SEG ) Heide des DRK und dem THW Ortsverband Stelle-Winsen. Um 19 Uhr waren die Einsatzzüge mit insgesamt 150 Helfern zu einem simulierten Großeinsatz zum Winsener Krankenhaus gerufen worden. Als fiktive Einsatzlage, ausgearbeitet von Hans Rebenstorf und weiteren Helfern der Winsener Feuerwehr, war angenommen worden, dass es im Südtrakt des Krankenhauses zu einem Großbrand gekommen war, der Brand breitete sich trotz eines großen Feuerwehreinsatzes aus, und weitere Unterstützung wurde nötig, um bei einer groß angelegten Evakuierung das Krankenhaus zu räumen. Von dieser fiktiven Übungslage ging es für die Kräfte der drei Hilfsorganisationen an die praktische Übungsrealität. Bei ihrem Eintreffen sahen sich die Einsatzkräfte unter der Leitung vom stellvertretenden Brandschutzabschnittsleiter Norbert Petersen aus Garlstorf mit einem verqualmten zweiten Obergeschoss in einem zum Übungszeitpunkt unbenutzten Bettenhaus gegenüber, 25 Personen wurden in dem durch Disconebel völlig verrauchten Gebäudetrakt noch vermisst. 24 der eingesetzten 80 Feuerwehrleute gingen unter umluftunabhänigen Atemschutz zur Menschenrettung in das Gebäude vor, sie wurden wenig später von weiteren Atemschutzträgern des THW unterstütz. Die Rettung der Personen gestaltete sich als sehr schwierig, die Übungslage sah vor, dass es sich bei den Vermissten ausnahmslos um bettlägerige und teils schwerstverletzte Personen handeln sollte. Auf Stühlen, in so genannten Schleifkorbtragen und teilweise auch mit Rettungstüchern wurden die „Verletzten“ allesamt innerhalb einer sehr kurzen Zeit von den unter Atemschutz eingesetzten Kräften von Feuerwehr und THW aus dem zweiten Obergeschoss ins Freie verbracht. Eine erste Sichtung der „Verletzten“ durch DRK Helfer erfolgte noch vor dem betroffenen Gebäude, im Anschluss wurden alle „Geretteten“ zu einem etwas abseits gelegenen Behandlungsplatz gebracht, wo eine weitere Behandlung durch das DRK erfolgte. Eine große Beobachterschar mit dem ärztlichen Leiter des Krankenhauses Winsen, Dr. Heiner Austrup, Kreisbrandmeister Dieter Reymers und dem Ortsbeauftragten des THW Stelle-Winsen, Oliver Schildknecht an der Spitze, schaute sich den Übungsablauf aufmerksam an und war zufrieden mit dem Übungsablauf und der Durchführung aller Kräfte. Nach gut eineinhalb Stunden war die Übung zur Zufriedenheit aller Beobachter erfolgreich beendet worden, das Zusammenspiel zwischen DRK, Feuerwehr und THW funktioniert einmal mehr einwandfrei, und auch die Evakuierung des Gebäudetraktes des Winsener Krankenhauses hat nach Ansicht aller hervorragend funktioniert. „Alle Teilnehmer haben ruhig, besonnen und engagiert ihre Arbeit bewältigt, das war eine sehr gute Leistung“ freute sich der Gesamteinsatzleiter, Norbert Petersen zum Ende der Übung. Er sprach allen Beteiligten ein großen Dank für die engagierte Mitarbeit aus. Einen besonderen Dank hatten die Verantwortlichen an die Betreiber vom Winsener Krankenhaus parat, dass das Objekt für diese Übung zur Verfügung gestellt wurde.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

August 2010 : Kreisfeuerwehrtag

Egestorf Mit einem eindringlichen Appell an Arbeitgeber aber auch an Verantwortliche von Räten und Verwaltungen der Städte und Gemeinden, das Ehrenamt weiter zu fördern und zu stärken, hat der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreises Harburg, Dieter Reymers die Delegiertenversammlung anlässlich des Kreisfeuerwehrtages in Egestorf eröffnet. „Es ist eine Aufgabe aller Verantwortlichen, die Förderung des Ehrenamtes konsequent umzusetzen und voranzureiben“, machte Reymers während seiner Ansprache an die gut 300 Gäste und Delegierte aller Feuerwehren des Kreises im Festzelt im Rahmen der Versammlung deutlich. Zwar sind die Feuerwehren des Landkreises Harburg mit derzeit 4.622 aktiven Mitgliedern derzeit noch gut aufgestellt, doch schon jetzt bewegt sich ein Drittel der Aktiven im Altersdurchschnitt zwischen 45 und 60 Jahren, betonte Reymers weiter. Die guten und noch stabilen Mitgliederzahlen sind in der Hauptsache in der außerordentlich guten Jugendarbeit bei den Wehren zu suchen, von den 108 Freiwilligen Feuerwehren haben mittlerweile 90 eine eigene Jugendfeuerwehr. Doch schon in mittelfristiger Zukunft könne sich die Mitgliederzahl im Bereich der Aktiven nach unten absenken. Ein besonderes Augenmerk solle man daher auch auf die Erhaltung der vielen Jugendfeuerwehrleute auch für den aktiven Dienst haben, betonte der Kreisbrandmeister. Aber auch im Bereich des Ehrenamtes muss weiterhin aktive Arbeit erzeugt werden. Er ermahnte alle anwesenden Delegierten der Feuerwehren, noch mehr Druck bei den Trägern des Brandschutzes, den Kommunen zu erzeugen, um das Ehrenamt zu stärken. „Die Hauptlast bei diesem Punkt liegt bei den Städten und Gemeinden, hier müssen alle Feuerwehrleute ansetzen“, war der Verbandsvorsitzende nicht müde, zu ermahnen. Mittlerweile hat sich in Sachen Ehrenamtsförderung schon einiges getan. Zufrieden war Reymers besonders darüber, dass verschiedenste Gremien auf Bundes- und Länderebene wie der Deutsche Feuerwehrverband, der niedersächsische Landesfeuerwehrverband und auch das niedersächsische Innenministerium mittlerweile die Problematik der Förderung voll in ihre Agenden mit aufgenommen haben. Auch auf Kreisebene ist der Landkreis zur Freude Reymers voll in die Arbeit mit eingestiegen und hat erste Lösungsansätze unter anderem mit der Finanzierung von Seminaren für Feuerwehrleute an der Kreisvolkshochschule in Maschen vorgenommen. Und Landrat Joachim Bordt, der allen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz zum Wohle der Bevölkerung des Landkreises Harburg ausdrücklich dankte, betonte, dass auch die Mitgliederwerbung ein wichtiges Instrument zur Haltung der stabilen Mitgliedszahlen bei den Wehren ist. „Auch Menschen mit Migrationshintergrund und noch mehr Frauen können und sollen Mitglied der Feuerwehren werden“, betonte der Landrat. Hier hakte auch der Vize-Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Peter Adler, ein der betonte, dass sich diese Personenkreise dann auch bei den Feuerwehren melden sollen, um Mitglied zu werden. Auch er dankte den Feuerwehren des Landkreises im Anschluss für die Arbeit. Einen weiteren Punkt in der Rede von Reymers war die seit dem Frühjahr in Kraft getretene neue Feuerwehrverordnung. Hier war Reymers besonders froh darüber, dass besonders die Dreigliederung von Schwerpunkt-, Stützpunkt- und Ortsfeuerwehr beibehalten wird. Auch eine Modernisierung der Dienstkleidung wurde von ihm dankbar angenommen. Weitere Dankesworte für die Feuerwehren gab es zudem von Egestorfs Bürgermeister Walter Kruse, dem VGH-Regionaldirektor Martin Aude sowie vom im Herbst diesen Jahres scheidenden Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehren Hamburgs, Hermann Jonas. Ihm übermittelte Reymers unter dem kräftigen Applaus aller Anwesenden eine unbefristet gültige Einladung für die kommenden Delegiertenversammlungen.
Wahlen und Bestätigungen waren ein kleiner Bestandteil der Versammlung. Hierbei wurden Kreisjugendfeuerwehrwart Detlef Schröder und Kreiswettbewerbsleiter Andreas Mundt einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.
Den krönenden Abschluss der Versammlung bildeten schließlich die Ehrungen. Hierbei erhielt der Gemeindebrandmeister der Gemeinde Jesteburg, Manfred Kaninck für seine Arbeit das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold ausgehändigt. Weiterhin wurden der stellvertretende Kreisbrandmeister Kay Wichmann, Abschnittsleiter Elbe Volker Bellmann und Neu Wulmstorfs Gemeindebrandmeister Uwe Schievink jeweils mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen in Silber des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes erheilt weiterhin Kreisbrandmeister Dieter Reymers. Ehrenmedaillen in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes gingen weiterhin an Peter-Hermann Backhaus ( Garstedt ), Kurt Heitmann ( Moor ), Manfred Meyer ( Egestorf ), Dieter Morgen ( Garstedt ), Helmut Schmahle ( Ohlendorf ) und Andreas Schubert ( Leversen/Sieversen ).

Egestorf Mit einer feierlichen Zeremonie mitten im Egestorfer Ortskern sind am Abend des ersten Tages des Kreisfeuerwehrtages 169 neue Feuerwehrleute für den Dienst in den 108 freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Harburg verpflichtet worden. Trotz teils strömenden Regens waren unzählige Zuschauer und auch viele Delegierte aus den Feuerwehren an der St. Stephanus Kirche dabei, als Kreisbrandmeister Dieter Reymers und Landrat Joachim Bordt die jungen Männer und Frauen für den Feuerwehrdienst verpflichteten. Der Landrat dankte den Feuerwehranwärtern für ihre Bereitschaft, anderen in Not geratenen Menschen durch ihren Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr unentgeltlich rund um die Uhr helfen zu wollen und betonte, dass ihr Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr ein Vorbild für viele andere Menschen im Landkreis sein sollte. Unter der prachtvollen Kulisse der großen Linden an der Kirche und mit symbolträchtig aufgestellten Feuerwehrfahrzeugen, die das Motto der Feuerwehren „Retten, Löschen, Bergen und Schützen“ darstellen sollten, wurde die Verpflichtung feierlich unterstrichen. Alle verpflichteten Anwärter hatten im Vorwege den ersten Teil der Truppmann-Ausbildung mit Erfolg durchlaufen, sie werden nun in den kommenden zwei Jahren den zweiten Teil der Truppmann-Ausbildung erhalten. Alle verpflichteten Feuerwehranwärter wurden im Nachhinein durch den Kreisfeuerwehrverband mit einem Empfang im Festzelt auf dem Festplatz am Ahornweg in der Feuerwehr willkommen geheißen.

Egestorf Die zweite Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Pattensen in der Wertungsgruppe 2 ( nichtwasserführende Fahrzeuge ) und die Gruppe der Feuerwehr Klecken in der Wertungsklasse 1 ( wasserführende Fahrzeuge ) haben sich bei den Kreiswettbewerben im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages in Egestorf die jeweiligen Kreissiege gesichert. Die siegreiche Gruppe aus Pattensen setzte sich gegen insgesamt 23 weitere Mitbewerber in der WG 2 durch und hatte am Ende vor den Gruppen Schwinde-Stove 1 und Pattensen 3 die Nase vorn. Die Kleckener Gruppe hatte sich schließlich gegen 14 weitere Gruppen behaupten müssen und ließ die Gruppen Tostedt und Laßrönne 1 knapp hinter sich. Einen weiteren Pokal sicherte sich die siegreiche Gruppen Pattensen 2 zudem mit dem Erreichen der tagesbesten Zeit, knapp ließen die Pattensener Feuerwehrleute die Kleckener Feuerwehrleute hinter sich.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW