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Besondere Ereignisse 2011

März 2011 : Dienstversammlung Kreisfeuerwehr

Vierhöfen Die 108 Feuerwehren des Landkreises Harburg haben im vergangenen Jahr einen Rückgang bei den Einsätzen verzeichnet. Wie Kreisbrandmeister Dieter Reymers im Rahmen der alljährlichen Dienstversammlung aller Orts-, Stadt- und Gemeindebrandmeister im Dorfgemeinschaftshaus in Vierhöfen mitteilte, gab es im vergangenen Jahr insgesamt 1.949 Einsätze, dieses ist im Vergleich zum Vorjahr ein minus von 152 Einsätzen. Zu allen Einsätzen wurden die Feuerwehren 2.561 mal alarmiert, dieses ist ein Minus von 167Alarmierungen. Die höhere Anzahl der Alarmierung im Vergleich zu den Einsätzen ist auf Einsätze zurückzuführen, bei denen mehr als eine Feuerwehr vor Ort ist und den jeweiligen Einsatz abarbeitet, insbesondere werktags ist dieses im Landkreis Harburg mehrmals der Fall, um die Tagesalarmstärke aufrecht zu erhalten. Einen leichten Anstieg gab es bei den Hilfeleistungseinsätzen zu verzeichnen, hier wurden zu 1.253 Einsätzen ( 2009 : 1.250 ) 1.466 mal die Feuerwehren alarmiert ( 2009 : 1.421 ). Einmal mehr ragen bei den Hilfeleistungseinsätzen die teils schwersten Verkehrsunfälle auf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sowie den vier das Kreisgebiet durchziehenden Bundesautobahnen hervor, allein hier waren insgesamt 93 Einsätze zu fahren, um eingeklemmte Personen nach Verkehrsunfällen zu befreien. Ein weiterer Schwerpunkt der Einsätze waren die Notfalltüröffnungen für den Rettungsdienst, um erkrankte oder verletzte Personen hinter verschlossenen Türen zu retten. Hier mussten 138 Einsätze absolviert werden, weitere 48 galten der Tragehilfe für den Rettungsdienst, um z.B. überschwere Patienten aus den jeweiligen Wohnungen/Häusern zu den Rettungsmitteln zu transportieren. Während die Hilfeleistungen leicht anstiegen, sank die Anzahl der Brände deutlich ab. 696 Brände ( 2009 : 851 ) erforderten den Einsatz von insgesamt 1.095 Feuerwehren ( 2009 : 1.307 ). Hier erinnerte der Kreisbrandmeister besonders an Großbrände von Reetdachhäusern in Iddensen und Garlstorf sowie weiteren Großgebäudebränden in Garlstorf, Hörsten und Ollsen sowie einen Lagerhallendachbrand in Stelle. Einmal mehr eine hohe Anzahl der Brandeinsätze machten ausgelöste Brandmeldeanlagen aus, hier waren 174 Einsätze durch die Feuerwehren zu leisten. Weiter machte der kurze, aber trockene Sommer einen größeren Anteil an Einsätzen aus, 100 Wald- und Flächenbrände schlagen hier zu Buche. Bei allen angefallenen Einsätzen gelang es den Feuerwehren, dank qualifizierten Einsatz 313 Personen aus lebensbedrohlichen Situationen ( 2009 : 384 ), für 28 Menschen dagegen kam jede Hilfe durch die Feuerwehr zu spät. Auch retteten die Einsatzkräfte bei ihren Einsätzen 124 Tieren das Leben ( + 60 ), vier Tiere konnten nur noch tot geborgen werden.
Zufrieden ist der Kreisbrandmeister mit den Mitgliedszahlen bei den Kreisfeuerwehren. Derzeit versehen 4.621 Aktive ihren Dienst in den 108 Feuerwehren, davon sind 465 Frauen. Allerdings appellierte er an die Führungskräfte aller Feuerwehren, auch weiterhin alles dafür zu tun, diesen sehr guten Mitgliedsbestand weiter konstant zu halten. „Wir merken schon heute den Folgen des demografischen Wandels, Mängel an Feuerwehrleuten, die Führungsaufgaben übernehmen wollen, Zusammenlegung von Feuerwehren oder Jugendfeuerwehren mit Nachwuchsmangel, das sind die alarmierenden Folgen des demografischen Wandels“; betonte Reymers in seiner Ansprache. Einen großen Dank hatte er für die Jugendfeuerwehren des Landkreises parat. Insgesamt 1.514 Jugendfeuerwehrleute sind in den 90 Jugendfeuerwehren des Landkreises aktiv. Im vergangenen Jahr wurden zwei neue Jugendfeuerwehren gegründet, so dass auch hier die personelle Situation noch gut ist. In punkto Ausbildung bedankte sich der Kreisbrandmeister bei den Ausbildern an der Feuerwehrtechnischen Zentrale, die bei den dort ausgerichteten Lehrgängen insgesamt 451 Lehrgansteilnehmer aus dem Landkreis Harburg ausbildeten. Weitere 330 Feuerwehrleute bildeten sich zudem bei weiterführenden Lehrgängen an den Landesfeuerwehrschulen in Celle und Loy fort. Auf Kreisebene wurden abschließend 198 Feuerwehrleute im Truppmann Lehrgang Teil 1 und 202 Feuerwehrleute im Truppmann Lehrgang Teil 2 ausgebildet und für den Feuerwehrdienst vorbereitet.
Erfreut berichtete der Kreisbrandmeister über die Indienststellung von zwei neuen Rüstwagen durch den Landkreis Harburg, die in Egestorf und Winsen stationiert und aus Mitteln der Feuerschutzsteuer finanziert wurden. Gleichzeitig wurde in Aussicht gestellt, dass in diesem Jahr ein Gerätewagen „Ölwehr“ bei der Feuerwehr Roydorf sowie ein weiterer Rüstwagen bei der Feuerwehr Maschen stationiert werden wird.
Dankesworte für die geleistete Arbeit gab es unter anderem vom Ersten Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt und vom Regierungsbrandmeister Peter Adler, die die Arbeit der Feuerwehren des Landkreises Harburg ausdrücklich würdigten. Adler und auch Brandoberrat Peter Kropf von der Polizeidirektion Lüneburg gaben abschließend noch Ausblicke über die Einführung des Digitalfunks im Landkreis Harburg.
Abgerundet wurde die harmonische Versammlung durch einen Fachvortrag über die digitale Alarmierung und eine feuerwehrtechnische Ausstellung der renommierten Feuerwehr-Ausrüsterfirma C.B. König aus Halstenbek.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

Mai 2011 : Landesdelegiertenversammlung

Stadthagen. Auf der 100. Landesverbandsversammlung des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes in Stadthagen im Landkreis Schaumburg konnte als einzige Firma aus dem Landkreis Harburg der KFZ- Werkstatt und Opelhaus Horst Koch aus Brackel die Förderplakette “ Partner der Feuerwehr “ überreicht werden. Die Landesfeuerwehrverbandversammlung stand unter dem diesjährigen Motto „ Feuerwehr, mach mit!“.
Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Hans Graulich, betonte in seiner Laudatio, dass insgesamt nur 21 Firmen aus dem Lande Niedersachsen in diesem Jahr diese Förderplakette verliehen bekommen. Er freue sich sehr, dass er diese sehr hohe Auszeichnung zusammen mit dem niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann an diese 21 Firmen überreichen könne. Trotz der teilweise sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage mit den daraus resultierenden Problemen für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, ihre freiwillig übernommenen Pflichten im Rahmen der Feuerwehrgesetzgebung zu erfüllen, gibt es aber auch erfreulicherweise Firmen, Betriebe und Dienststellen, die die Feuerwehr unterstützen. Nicht nur, dass sie ihre Arbeitnehmer zu Einsätzen freistellen und ihnen zu Aus- und Fortbildungen freigeben, sondern auch Materialen, Gebäude und Grundstücke für die Freiwilligen Feuerwehren zur Verfügung stellen. Vergessen wolle er auch nicht die kleinen Dinge, wie zum Beispiel kleine Reparaturen an Fahrzeugen sowie finanzielle Unterstützungen der Feuerwehren.
Dies sei beispielhaft und setze ein sichtbares Zeichen für Partnerschaft und Zusammenarbeit, welche der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten sehr unterstütze. Seit 12 Jahren werde die auf ca. 22 limitierten Förderplaketten pro Jahr vergeben.
Hans Graulich betonte weiter, dass er den ausgezeichneten Betrieben ein großes Lob aussprechen und seinen Hut vor ihnen ziehen müsse. Er bewundere den Einsatz der Firmen, der unermüdlich neben dem Firmenalltag geleistete werde.
Zusammen mit dem Innenminister Uwe Schünemann und dem Vize Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Peter Adler aus Rosengarten überreichte er insgesamt sieben dieser wertvollen Auszeichnungen in den Bezirk Lüneburg.
Eine davon ging an das Opelhaus Horst Koch aus Brackel, als einzigste in den Landkreis Harburg. Innenminister Schünemann übereichte dem Junior- Chef als Vertreter des Opelhauses Koch, Sönke Koch, die Förderplakette in der Vollbesetzten Veranstaltungshalle in Stadthagen.Begleitet wurde Sönke Koch vom 1. Stellvertretenden Bürgermeister und Ortsbrandmeister von Brackel Dirk Schierhorn sowie einer kleinen Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Brackel.
Als erste Gratulanten waren die Delegierten des Landkreises Harburg unter der Führung des Kreisbrandmeister Dieter Reymers zur Stelle. Auch Gemeindebrandmeister Klaus Stöckmann überbrachte die Glückwünsche der 15 Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeindefeuerwehr Hanstedt sowie des Samtgemeindebürgermeisters Volker Hintz mit dessen Verwaltung sowie der Ratsmitglieder der Samtgemeinde.
Alle sprachen ihren Dank und Anerkennung gegenüber Sönke Koch und dessen Vater und Chef Horst Koch aus, für ihre bisher außerordentlichen erbrachten Leistungen zum Wohle der Feuerwehr sowie der Mitbürgern in der ganzen Samtgemeinde Hanstedt.

Arne Behrens
GPW Hanstedt


 

Juni 2011 : Neuer GW-Öl für die Kreisfeuerwehr

Roydorf Ein neues Einsatzfahrzeug für die Kreisfeuerwehr des Landkreises Harburg ist durch den Landkreis Harburg in Dienst gestellt worden. Ein Gerätewagen Öl ( GW-Öl ) wurde für die Kreisfeuerwehr in Dienst genommen und bei der Freiwilligen Feuerwehr Roydorf stationiert. Zeitgleich ist ebenfalls durch den Landkreis Harburg ein Bootstrailer bei der Wehr Roydorf stationiert worden. Der neue GW-Öl wird dem Fachzug Gewässerschutz der Kreisfeuerwehr zugeordnet und von der FF Roydorf betreut. Die Beschaffungen waren nötig geworden, weil der bisherige Ölschadenanhänger, auf dem auch das kleine Mehrzweckboot verlastet war, den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprach und daher außer Dienst gestellt werden musste. Bei dem neuen GW-Öl handelt es sich um ein Iveco Daily 65C17 Fahrgestell, der Aufbau des Fahrzeuges stammt von der Magirus Brandschutztechnik aus Görlitz. Das Fahrzeug besitzt eine Motorleistung von 170 PS und verfügt über ein 6-Gang Schaltgetriebe. ABS und ASR bilden das Sicherheitspaket bei dem neuen GW-Öl. Wesentlicher Bestandteil des neuen GW-Öl ist der begehbare Heckbereich, in dem neben Ölsperren mit einer Gesamtlänge von 105 Metern vor allem der ebenfalls vom Landkreis Harburg beschaffte Öl-Skimmer verlastet ist. Die Be- und Entladung erfolgt über die MBB Palfinger Ladebordwand, alle Utensilien sind in Gitterboxen gelagert und können so problemlos entnommen werden. Die Ladebordwand kann mit bis zu einer Tonne Gesamtgewicht belastet werden. Zwei zusätzliche Geräteräume bieten weiteren Stauplatz. Im Geräteraum G 1 ist eine Ölumfüllpumpe samt des dazugehörigen Schlauchmaterials verlastet, der G 2 ist für einen 8 kVA Stromerzeuger samt Beleuchtungseinheit vorgesehen. Der GW-Öl verfügt über eine Staffelkabine und besitzt neben zwei blauen Blitzleuchten auf der Fahrerkabine über zwei im Heckaufbau integrierte blaue LED-Leuchten sowie zwei LED-Frontblitzer.

Pressestelle KFV LKL Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


 

Juli 2011 : Heißausbildung an der FTZ

Hittfeld Die Feuerwehrtechnische Zentrale war jetzt Schauplatz für eine so genannte Heißausbildung von Atemschutzgeräteträgern aus dem gesamten Landkreis Harburg. Auf Initiative des Leiters der FTZ, Tobias Schneider war eine mobile Brandsimulationsanlage an die FTZ gestellt worden, um den Atemschutzträgern eine möglichst realitätsnahe Ausbildung zu ermöglichen. Insgesamt 106 Atemschutzgeräteträger aus den Feuerwehren des Landkreises Harburg hatten in dem gesteckten zweitägigen Zeitrahmen die Möglichkeit, ihre bereits vorhandenen Kenntnisse in Sachen Brandbekämpfung unter umluftunabhängigen Atemschutz eindrucksvoll zu erweitern. In der Anlage wurde für alle Teilnehmer ein Kellerbrand simuliert, wie er im täglichen Leben so jederzeit vorkommen kann. Direkt nach dem Einstieg über das Dach der in einem Spezialsattelzug verbauten Simulationsanlage wurde es im wahrsten Sinne des Wortes bereits heiß, hier wurde mittels Gasflamme ein Feuer simuliert. Auf dem gut 20-minütigen körperlich ebenso anstrengenden wie anspruchsvollen Weg durch die Anlage wurden im weiteren Verlauf noch mehrere Feuer dargestellt, dabei wurde die Sicht durch Disconebel so stark verqualmt, dass eine Sicht im Inneren der Anlage nicht mehr möglich war. Brennende Gasflaschen, ein brennender Topf, ein Flash-Over, alles wurde den Atemschutzträgern in ihren jeweiligen Durchgang abverlangt. Die Brände konnten dabei mit einem vorgenommen Hohlstrahlrohr bekämpft werden, die Überwachung der Genauigkeit der Brandbekämpfung erfolgte über den Leitstand, an dem der Besitzer der Anlage, Pepe Blaul stand und die Durchgänge akribisch überwachte. Nach jedem Durchgang erfolgte eine Bewertung und Auswertung aller Teilnehmer durch Pepe Blaul und dem jeweils mit im Einsatz befindlichen Trainer aus den Reihen der Organisatoren, hier wurden individuelle Verbesserungsmöglichkeiten im Atemschutzeinsatz genauso angesprochen wie ausgesprochen gutes Vorgehen von Feuerwehrleuten während des Trainingsdurchganges. Die medizinische Versorgung für die Feuerwehrleute war während der Durchgänge durch ein bereits stehendes Team des DRK gesichert, durch die Mitarbeiter der FTZ erfolgte die die vom Landkreis Harburg finanzierte Verpflegung mit erfrischenden Getränken und Snacks, um den Mineralienhaushalt nach dieser anstrengenden Atemschutz-Trainingseinheit wieder auf Vordermann zu bringen. Einig waren sich am Ende alle Teilnehmer, dass diese Heißausbildung eine außerordentliche erfahrungsreiche und sinnvolle Übungseinheit war, die auch in Zukunft angeboten und genutzt werden sollte.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW



 

August 2011 : Kreisfeuerwehrtag 2011

Tag 1 Fleestedt Die Feuerwehren sind weiterhin gut aufgestellt, dieses betonte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreises Harburg, Dieter Reymers im Rahmen der Verbandsversammlung beim Kreisfeuerwehrtag vor 265 Delegierten in Fleestedt. Derzeit versehen 4.648 sktive Mitglieder ihren Dienst in den 108 Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Harburg, davon sind 465 Frauen. Auch die Jugendfeuerwehren haben noch einen zufriedenstellenden Bestand, hier sind 1.443 Jugendliche aktiv dabei. Gerade erst vor kurzem wurde dabei die 91. Jugendfeuerwehr des Kreises in Hoopte gegründet. Der Verbandsvorsitzende wünschte sich trotz der stabilen Mitgliederzahlen, dass die Zahlen sowohl bei den Aktiven als auch bei den Jugendfeuerwehren noch weiter steigen sollten. Besonders freute sich Reymers darüber, dass mittlerweile vier Kinderfeuerwehren im Landkreis Harburg vorhanden sind, auch hier wünschte er sich noch mehr Gründungen. „Die Gründung von Kinder- und Jugendfeuerwehren ist nach wie vor die größte Chance zum Erhalt unseres MItgliederbestandes“, machte Reymers während der Versammlung deutlich.
Doch nicht nur die Werbung um Mitglieder muss im Vordergrund stehen, auch die weiterhin durchzuführende Förderung des Ehrenamtes soll die Arbeit in der Feuerwehr lohneswert machen. Reymers bedankte sich bei allen anwesenden Vertretern aus Räten und Verwaltungen von Kreis und Gemeinden für die bereits durchgeführten Maßnahmen. Besonders die Durchführung von Seminaren für Feuerwehrleute an der Kreisvolkshochschule seien sehr gut angenommen worden und sehr gute Möglichkeiten für eine optimale Weiterbildung aller Feuerwehrleute. Auch werde über die Erhöhung von Aufwandsentschädigungen verhandelt, und die Samtgemeinde Tostedt gewährt jeder Feuerwehr mit einer Jugendfeuerwehr die Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens. Dieses seinen nur drei positive Beispeile, wie das Ehrenamt bereits gefördert wird, betonte Reymers.
Aber auch im Ausbildungssektor könne es noch Verbesserngsmöglichkeiten geben, betonte der Verbandsvorsitzende weiter. Er wünschte sich eine mittlerweile dringend notwendige Erweiterung der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld, um die Aus- und Weiterbildung aller Feuerwehrleute zu gewährleisten und noch zu verbessern. Derzeit könne immer nur ein Lehrgang zur Zeit durchgeführt werden, der Bedarf aber werde immer höher und könne nicht mehr gewährleistet werden. „Gerade der Landkreis Harburg mit seinen hohen Einsatzzahlen und vielfältigen Gefahren-und Katastrophenlagen muss auf ein modernes Zentrum der Sicherheitsarchitektur zurückgreifen können“, betonte Reymers und bat die anwesenden Vertreter aus Politik und Verwaltung ihn bei seinem Wunsch nach Erweiterung zu unterstützen, damit die FTZ zu einem modernen Zentrum für Brand- und Katastrophenschutz ausgebaut werden kann..
Dankend nahm der Verbandsvorsitzende die Aussage entgegen., dass Einnahmen aus neuen Blitzanlagen an den Autobahnen im Kreis auch für die Feuerwehren eingesetzt werden können. „Hier könnte ich mir die Beschaffung eines Spezialfahrzeuges mit einer großen Anzahl an Tragen, Decken und anderes Material für Unfälle mit vielen Verletzten vorstellen, das aus solchen Einnahmen finanziert werden könnte“, richtete Reymers seine Worte an die Kreisverwaltung, die füpr diese Anlagen zuständig ist.
Wahlen waren ein weiterer Bestandteil der Versammlung, hier wurden Kassenwart Michael Boer, Schriftführer Dieter Tschorschke und Pressewart Matthias Köhlbrandt einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.
Hohe Ehrungen rundeten die Verbandsversammlung schließlich ab. Hierbei wurde der ehemalige Stadtbrandmeister der Stadt Buchholz, Joachim Behnke durch den Vize-Präsidenten des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes Uwe Quante mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold ausgezeichnet.
Deutsche Feuerwehrehrenkreuze in Silber erhielten die Gemeindbrandmeister der Gemeinden Rosengarten, Stephan Wilhelmi, Elbmarsch Frank Hupertz und Hollenstedt Carsten Beneke überreicht. Auch der Schriftführer des Kreisfeuerwehrverbandes und Ortsbrandmeister der FFVierhöfen, Dieter Tschorschke erhielt das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber.
Kreiswettbewerbsleiter Andreas Mundt erhielt aus den Händen von Uwe Quante das Ehrenzeichen in Silber des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes überreicht.
Auch vom Kreisfeuerwehrverband gab es Ehrungen. Hierbei erhielt Adolf Wendt, Bürgermeister aus Fleestedt, Mitglied im Feuerschutzausschuss des Landkreises und auch selbst Feuerwehrmann, die Ehrennadel in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes. Auch Jürgen Benecke, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Meckelfeld und Hans-Ulrich Buske, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Over wurden mt den Ehrennadeln in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Abschließend erhielten Steven Christie aus Buchholz und Thomas Diekert aus Salzhausen Ehrennadeln in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes für ihre Leistungen im Ausbildungssektor überreicht.
Feierich wurde es dann am Abend, mit einer feierlichen Zeremonie auf dem Festplatz hinter dem Fleestedter Feuerwehrhaus wurden vor vielen Zuschauern 189 neue Feuerwehranwärter aus dem gesamten Landkreis Harburg für den Feuerwehrdienst verpflichtet. Landrat Joachim Bordt und Kreisbrandmeister Dieter Reymers dankten den neuen Feuerwehrleuten für die Bereitschaft ehrenamtlich Dienst am Nächsten zu leisten und wünschten sich von allen neuen Feuerwehrleuten eine große Motivation und einen tollen Zusammenhalt. Den Ausklang des ersten gelungenen und von der FF Fleestedt perfekt organisierten Tages war ein großer Empfang für die neuen Feuerwehrleute im Fleestedter Feuerwherhaus, hier hatten sie Gelegenheit, mit „altgedienten“ Feuerwehrleuten Erfahrungsaustausch zu üben und Kameradschaft zu pflegen.

Tag 2 Fleestedt Die Gruppe der Feuerwehr Klecken und die erste Gruppe der Feuerwehr Bütlingen haben sich bei den Wettbewerben im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages in Fleestedt die Siege in ihren jeweiligen Wertungsklassen gesichert und aus den Händen von Kreisbrandmeister Dieter Reymers die entsprechenden Siegerpokale entgegen genommen. Die siegreiche Kleckener Gruppe hat sich zudem den Wanderpokal für die tagesschnellste Zeit gesichert. Die Klecker Gruppe verwies in der Wertungsgruppe 1 ( wasserführende Fahrzeuge ) die Gruppen Laßrönne 2 und Fliegenberg/Rosenweide auf die weiteren Plätze, in der Wertungsgruppe 2 ( nichtwasserführende Fahrzeuge ) ließ die siegreiche Gruppe aus Bütlingen die Gruppen Pattensen 3 und Pattensen 2 hinter sich. Insgesamt waren 40 Wettbewerbsgruppen an den Start gegangen, 19 Gruppen in der Wertungsgruppe 1 und 21 Gruppen in der Wertungsgruppe 2 maßen sich dabei im direkten Vergleich. Vor zahlreichen Zuschauern mussten die Gruppen dabei schnellstmöglich eine Wasserversorgung aufbauen und einen dreiteiligen Löschangriff, auch von einem Turm aus, durchführen. Bedingt durch die teils enormen Regenfälle der letzten Tage hatten die Gruppen dabei mit einigen Platzwidrigkeiten zu kämpfen, zeigten aber trotzdem in gewohnter Manier teils hervorragende Leistungen. Die gastgebende Feuerwehr Fleestedt hatte zudem ein interessantes Rahmenprogramm am Feuerwehrhaus aufgebaut, Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, THW und DLRG konnten hier besichtigt werden. Die Siegerehrung musste in diesem Jahr ein wenig beschleunigter ausfallen, kräftige Regenschauer verdarben den Veranstaltern den krönenden Abschluss des nichtsdestotrotz sehr gelungenen Kreisfeuerwehrtages 2011 in Fleestedt.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW